Sind Marktdaten, welche von Handelsplätzen angeboten werden, zu teuer? Würden Preiskontrollen der Realwirtschaft zugutekommen?
Die neue Studie von Oxera beschäftigt sich mit genau diesen Fragen. Ihre Ergebnisse stellen die Notwendigkeit einer Regulierung in Frage.
In den vergangenen Jahren wurden die Marktdaten von Handelsplätzen in Europa in den Fokus vieler Debatten gerückt. Wahrgenommen wird teilweise, dass die Preise für Marktdatendienstleistungen in Europa angestiegen und wesentlich höher als in den USA sind. Das Europäische Parlament sowie der Rat stimmten dem Vorschlag der Europäischen Kommission zu, Handelsplätzen vorzuschreiben, Marktdatendienstleistungen zu „angemessenen kaufmännischen Bedingungen“ anzubieten, und die Kommission dazu zu ermächtigen, delegierte Rechtsakte zur Bestimmung dieser Voraussetzung zu erlassen. Diese Regelungen laufen möglicherweise auf die Einführung einer Preisregulierung durch die Europäische Wertpapieraufsichtsbehörde (ESMA) hinaus.
Die vorliegende Oxera-Studie bietet neue empirische Erkenntnisse sowie einen ökonomischen Rahmen, in dem die Preise von Marktdaten analysiert werden können.
Zusätzlich hat Oxera die folgenden Dokumente zur Verfügung gestellt, die weitere Aspekte der Diskussion beleuchten.
Als Antwort auf die ESMA-Konsultation veröffentlichte Oxera, im September 2014, ein Dokument, dass sich mit den angemessenen kaufmännischen Bedingungen für Marktdatendienstleistungen auseinandersetzt. Dieses Dokument sollte am besten zusammen mit der Studie (Pricing of market data services) gelesen werden.