Internationale Rolle des Euro

Mehr als 25 Jahre nach der Einführung der gemeinsamen Währung hat sich der Euro als zweitwichtigste Währung der Welt etabliert. In einer zunehmend multipolaren Weltwirtschaft, die von geopolitischen Spannungen, technologischen Umbrüchen und globalen Handelskonflikten geprägt ist, gewinnt die strategische Stärkung der internationalen Rolle des Euro weiter an Bedeutung. Ein diversifizierteres System globaler Leitwährungen würde nicht nur die Widerstandsfähigkeit der Weltwirtschaft gegenüber externen Schocks erhöhen, sondern auch die wirtschaftliche und finanzielle Souveränität Europas stärken.

Bereits im Dezember 2018 veröffentlichte die Europäische Kommission ihre Mitteilung „Für eine stärkere internationale Rolle des Euro“ und leitete damit eine Reihe von Initiativen ein, um das Vertrauen in die gemeinsame Währung zu stärken und ihre Attraktivität auf globaler Ebene zu erhöhen. Ergänzend zu dieser Mitteilung startete die Kommission 2019 eine Reihe von Konsultationen mit dem Ziel, Rückmeldungen von einer Vielzahl von Sektoren und Akteuren einzuholen, um die Mechanismen, die der Verwendung der gemeinsamen Währung zugrunde liegen, besser zu verstehen. Es wurde ein umfassendes Paket von Initiativen vorgestellt, das die folgenden Aspekte umfasst:

  • Vollendung der Wirtschafts- und Währungsunion in Europa;
  • Bankenunion und CMU-Maßnahmen zur Förderung eines starken europäischen Finanzsektors;
  • Initiativen zur Unterstützung der EU-Finanzmarktinfrastrukturen sowie zur Stärkung des EU-Sanktionssystems;
  • Förderung der Verwendung des Euro in strategischen Schlüsselsektoren.

Die Deutsche Börse Group unterstützt diese Vision ausdrücklich, insbesondere das Ziel, die EU27 zu einem wettbewerbsfähigen und florierenden Wirtschaftsraum zu machen, der von Finanzmärkten gestützt wird, die auf den Grundsätzen der Stabilität, Transparenz und Fairness aufbauen. Als Teil unseres Beitrags haben wir verschiedene Wege zur Stärkung der internationalen Rolle des Euro aufgezeigt: direkt, indem wir das Vertrauen und die Attraktivität der Währung selbst erhöhen, und indirekt, indem wir auf Euro lautende Produkte und Dienstleistungen sowie das Finanzökosystem der Eurozone unterstützen.

Zugleich haben sich in den letzten Jahren neue Herausforderungen für die internationale Rolle des Euro ergeben. Die zunehmende Bedeutung digitaler Währungen, geopolitische Machtverschiebungen sowie Initiativen anderer großer Volkswirtschaften zur Förderung eigener Währungsräume verändern die Dynamik auf den internationalen Kapitalmärkten. Diese Entwicklungen könnten die Nachfrage nach internationalen Reservewährungen sowie Kapitalflüsse nachhaltig beeinflussen und die globale Finanzstabilität herausfordern. Umso wichtiger ist es, dass Europa entschlossen handelt, um die Position des Euro als globale Leitwährung zu festigen und auszubauen.

Ein zentrales Element dieser Strategie ist die gezielte Stärkung der wirtschaftlichen und finanziellen Resilienz der Eurozone. Durch eine engere wirtschaftspolitische Koordinierung, die Weiterentwicklung fiskalischer Stabilisierungsinstrumente und die Umsetzung struktureller Reformen soll die Eurozone robuster gegenüber externen Schocks werden – eine Grundvoraussetzung für das Vertrauen internationaler Akteure in die Stabilität des Euro. In diesem Zusammenhang bleibt die Reform der Wirtschafts- und Währungsunion ebenso essenziell wie die Vollendung der Bankenunion und die Verwirklichung der Kapitalmarktunion.

Darüber hinaus können marktorientierte Lösungen auf der Grundlage eines zweckmäßigen und innovationsfreundlichen Rechtsrahmens einen entscheidenden Beitrag leisten. Sie ermöglichen eine Balance zwischen Stabilität und Wachstumsförderung und schaffen die Voraussetzungen für eine verstärkte Nutzung des Euro in strategischen Schlüsselsektoren – etwa in den Rohstoffmärkten oder bei der Entwicklung systemrelevanter, auf Euro lautender Finanzmärkte. Diese Maßnahmen tragen wesentlich dazu bei, die Widerstandsfähigkeit der EU gegenüber wirtschaftlichen und geopolitischen Schocks zu erhöhen und ihre globale Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.

Parallel dazu muss die Integration der europäischen Kapitalmärkte – etwa im Rahmen der im März 2025 angekündigten „Savings and Investment Union“ – entschieden vorangetrieben werden. Ziel ist es, das Spar- und Investitionsverhalten innerhalb der EU besser zu verknüpfen, grenzüberschreitende Kapitalflüsse zu erleichtern und die Fragmentierung der Finanzmärkte zu überwinden. Die geplante Emission gemeinschaftlicher Anleihen – beispielsweise zur Stärkung der europäischen Verteidigungsfähigkeit – kann dabei einen entscheidenden Beitrag zur Schaffung sicherer, auf Euro lautender Vermögenswerte leisten, die für die internationale Rolle des Euro essenziell sind.

Ein weiterer strategischer Hebel soll in der Digitalisierung des europäischen Währungssystems liegen. Der von der Europäischen Zentralbank entwickelte digitale Euro kann als sicheres, öffentliches Zahlungsmittel im digitalen Raum fungieren und die Innovationskraft des europäischen Zahlungsverkehrs stärken. Ergänzt wird dies durch Initiativen zur Abwicklung von Großtransaktionen in Zentralbankgeld auf Basis von Distributed-Ledger-Technologien sowie zur Verbesserung grenzüberschreitender Zahlungen durch die Verknüpfung europäischer Echtzeitzahlungssysteme. In Kombination mit der Förderung privater digitaler Finanzlösungen entsteht so ein zukunftsfähiges Finanzökosystem, das die internationale Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität des Euro nachhaltig stärken soll.

Nicht zuletzt haben auch die Maßnahmen im Zuge der Covid-19-Pandemie – insbesondere der EU-Rettungsfonds und die Aufbau- und Resilienzfazilität – das Angebot an sicheren, auf Euro lautenden Vermögenswerten erhöht und damit zur Stärkung der wirtschaftlichen Souveränität der Eurozone beigetragen.

Die internationale Rolle des Euro ist somit nicht nur Ausdruck wirtschaftlicher Stärke, sondern auch ein strategisches Instrument zur Sicherung europäischer Interessen in einer sich wandelnden Weltordnung. Die Deutsche Börse Group wird diesen Weg weiterhin aktiv begleiten und mitgestalten.

Weitere Informationen zur Positionierung der Deutsche Börse Group zu diesem Thema finden Sie in unseren Stellungnahmen und Positionspapieren unter Publikationen.

Internationale Rolle des Euro

Mehr als 25 Jahre nach der Einführung der gemeinsamen Währung hat sich der Euro als zweitwichtigste Währung der Welt etabliert. In einer zunehmend multipolaren Weltwirtschaft, die von geopolitischen Spannungen, technologischen Umbrüchen und globalen Handelskonflikten geprägt ist, gewinnt die strategische Stärkung der internationalen Rolle des Euro weiter an Bedeutung. Ein diversifizierteres System globaler Leitwährungen würde nicht nur die Widerstandsfähigkeit der Weltwirtschaft gegenüber externen Schocks erhöhen, sondern auch die wirtschaftliche und finanzielle Souveränität Europas stärken.

Bereits im Dezember 2018 veröffentlichte die Europäische Kommission ihre Mitteilung „Für eine stärkere internationale Rolle des Euro“ und leitete damit eine Reihe von Initiativen ein, um das Vertrauen in die gemeinsame Währung zu stärken und ihre Attraktivität auf globaler Ebene zu erhöhen. Ergänzend zu dieser Mitteilung startete die Kommission 2019 eine Reihe von Konsultationen mit dem Ziel, Rückmeldungen von einer Vielzahl von Sektoren und Akteuren einzuholen, um die Mechanismen, die der Verwendung der gemeinsamen Währung zugrunde liegen, besser zu verstehen. Es wurde ein umfassendes Paket von Initiativen vorgestellt, das die folgenden Aspekte umfasst:

  • Vollendung der Wirtschafts- und Währungsunion in Europa;
  • Bankenunion und CMU-Maßnahmen zur Förderung eines starken europäischen Finanzsektors;
  • Initiativen zur Unterstützung der EU-Finanzmarktinfrastrukturen sowie zur Stärkung des EU-Sanktionssystems;
  • Förderung der Verwendung des Euro in strategischen Schlüsselsektoren.

Die Deutsche Börse Group unterstützt diese Vision ausdrücklich, insbesondere das Ziel, die EU27 zu einem wettbewerbsfähigen und florierenden Wirtschaftsraum zu machen, der von Finanzmärkten gestützt wird, die auf den Grundsätzen der Stabilität, Transparenz und Fairness aufbauen. Als Teil unseres Beitrags haben wir verschiedene Wege zur Stärkung der internationalen Rolle des Euro aufgezeigt: direkt, indem wir das Vertrauen und die Attraktivität der Währung selbst erhöhen, und indirekt, indem wir auf Euro lautende Produkte und Dienstleistungen sowie das Finanzökosystem der Eurozone unterstützen.

Zugleich haben sich in den letzten Jahren neue Herausforderungen für die internationale Rolle des Euro ergeben. Die zunehmende Bedeutung digitaler Währungen, geopolitische Machtverschiebungen sowie Initiativen anderer großer Volkswirtschaften zur Förderung eigener Währungsräume verändern die Dynamik auf den internationalen Kapitalmärkten. Diese Entwicklungen könnten die Nachfrage nach internationalen Reservewährungen sowie Kapitalflüsse nachhaltig beeinflussen und die globale Finanzstabilität herausfordern. Umso wichtiger ist es, dass Europa entschlossen handelt, um die Position des Euro als globale Leitwährung zu festigen und auszubauen.

Ein zentrales Element dieser Strategie ist die gezielte Stärkung der wirtschaftlichen und finanziellen Resilienz der Eurozone. Durch eine engere wirtschaftspolitische Koordinierung, die Weiterentwicklung fiskalischer Stabilisierungsinstrumente und die Umsetzung struktureller Reformen soll die Eurozone robuster gegenüber externen Schocks werden – eine Grundvoraussetzung für das Vertrauen internationaler Akteure in die Stabilität des Euro. In diesem Zusammenhang bleibt die Reform der Wirtschafts- und Währungsunion ebenso essenziell wie die Vollendung der Bankenunion und die Verwirklichung der Kapitalmarktunion.

Darüber hinaus können marktorientierte Lösungen auf der Grundlage eines zweckmäßigen und innovationsfreundlichen Rechtsrahmens einen entscheidenden Beitrag leisten. Sie ermöglichen eine Balance zwischen Stabilität und Wachstumsförderung und schaffen die Voraussetzungen für eine verstärkte Nutzung des Euro in strategischen Schlüsselsektoren – etwa in den Rohstoffmärkten oder bei der Entwicklung systemrelevanter, auf Euro lautender Finanzmärkte. Diese Maßnahmen tragen wesentlich dazu bei, die Widerstandsfähigkeit der EU gegenüber wirtschaftlichen und geopolitischen Schocks zu erhöhen und ihre globale Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.

Parallel dazu muss die Integration der europäischen Kapitalmärkte – etwa im Rahmen der im März 2025 angekündigten „Savings and Investment Union“ – entschieden vorangetrieben werden. Ziel ist es, das Spar- und Investitionsverhalten innerhalb der EU besser zu verknüpfen, grenzüberschreitende Kapitalflüsse zu erleichtern und die Fragmentierung der Finanzmärkte zu überwinden. Die geplante Emission gemeinschaftlicher Anleihen – beispielsweise zur Stärkung der europäischen Verteidigungsfähigkeit – kann dabei einen entscheidenden Beitrag zur Schaffung sicherer, auf Euro lautender Vermögenswerte leisten, die für die internationale Rolle des Euro essenziell sind.

Ein weiterer strategischer Hebel soll in der Digitalisierung des europäischen Währungssystems liegen. Der von der Europäischen Zentralbank entwickelte digitale Euro kann als sicheres, öffentliches Zahlungsmittel im digitalen Raum fungieren und die Innovationskraft des europäischen Zahlungsverkehrs stärken. Ergänzt wird dies durch Initiativen zur Abwicklung von Großtransaktionen in Zentralbankgeld auf Basis von Distributed-Ledger-Technologien sowie zur Verbesserung grenzüberschreitender Zahlungen durch die Verknüpfung europäischer Echtzeitzahlungssysteme. In Kombination mit der Förderung privater digitaler Finanzlösungen entsteht so ein zukunftsfähiges Finanzökosystem, das die internationale Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität des Euro nachhaltig stärken soll.

Nicht zuletzt haben auch die Maßnahmen im Zuge der Covid-19-Pandemie – insbesondere der EU-Rettungsfonds und die Aufbau- und Resilienzfazilität – das Angebot an sicheren, auf Euro lautenden Vermögenswerten erhöht und damit zur Stärkung der wirtschaftlichen Souveränität der Eurozone beigetragen.

Die internationale Rolle des Euro ist somit nicht nur Ausdruck wirtschaftlicher Stärke, sondern auch ein strategisches Instrument zur Sicherung europäischer Interessen in einer sich wandelnden Weltordnung. Die Deutsche Börse Group wird diesen Weg weiterhin aktiv begleiten und mitgestalten.

Weitere Informationen zur Positionierung der Deutsche Börse Group zu diesem Thema finden Sie in unseren Stellungnahmen und Positionspapieren unter Publikationen.

Internationale Rolle des Euro

Mehr als 25 Jahre nach der Einführung der gemeinsamen Währung hat sich der Euro als zweitwichtigste Währung der Welt etabliert. In einer zunehmend multipolaren Weltwirtschaft, die von geopolitischen Spannungen, technologischen Umbrüchen und globalen Handelskonflikten geprägt ist, gewinnt die strategische Stärkung der internationalen Rolle des Euro weiter an Bedeutung. Ein diversifizierteres System globaler Leitwährungen würde nicht nur die Widerstandsfähigkeit der Weltwirtschaft gegenüber externen Schocks erhöhen, sondern auch die wirtschaftliche und finanzielle Souveränität Europas stärken.

Bereits im Dezember 2018 veröffentlichte die Europäische Kommission ihre Mitteilung „Für eine stärkere internationale Rolle des Euro“ und leitete damit eine Reihe von Initiativen ein, um das Vertrauen in die gemeinsame Währung zu stärken und ihre Attraktivität auf globaler Ebene zu erhöhen. Ergänzend zu dieser Mitteilung startete die Kommission 2019 eine Reihe von Konsultationen mit dem Ziel, Rückmeldungen von einer Vielzahl von Sektoren und Akteuren einzuholen, um die Mechanismen, die der Verwendung der gemeinsamen Währung zugrunde liegen, besser zu verstehen. Es wurde ein umfassendes Paket von Initiativen vorgestellt, das die folgenden Aspekte umfasst:

  • Vollendung der Wirtschafts- und Währungsunion in Europa;
  • Bankenunion und CMU-Maßnahmen zur Förderung eines starken europäischen Finanzsektors;
  • Initiativen zur Unterstützung der EU-Finanzmarktinfrastrukturen sowie zur Stärkung des EU-Sanktionssystems;
  • Förderung der Verwendung des Euro in strategischen Schlüsselsektoren.

Die Deutsche Börse Group unterstützt diese Vision ausdrücklich, insbesondere das Ziel, die EU27 zu einem wettbewerbsfähigen und florierenden Wirtschaftsraum zu machen, der von Finanzmärkten gestützt wird, die auf den Grundsätzen der Stabilität, Transparenz und Fairness aufbauen. Als Teil unseres Beitrags haben wir verschiedene Wege zur Stärkung der internationalen Rolle des Euro aufgezeigt: direkt, indem wir das Vertrauen und die Attraktivität der Währung selbst erhöhen, und indirekt, indem wir auf Euro lautende Produkte und Dienstleistungen sowie das Finanzökosystem der Eurozone unterstützen.

Zugleich haben sich in den letzten Jahren neue Herausforderungen für die internationale Rolle des Euro ergeben. Die zunehmende Bedeutung digitaler Währungen, geopolitische Machtverschiebungen sowie Initiativen anderer großer Volkswirtschaften zur Förderung eigener Währungsräume verändern die Dynamik auf den internationalen Kapitalmärkten. Diese Entwicklungen könnten die Nachfrage nach internationalen Reservewährungen sowie Kapitalflüsse nachhaltig beeinflussen und die globale Finanzstabilität herausfordern. Umso wichtiger ist es, dass Europa entschlossen handelt, um die Position des Euro als globale Leitwährung zu festigen und auszubauen.

Ein zentrales Element dieser Strategie ist die gezielte Stärkung der wirtschaftlichen und finanziellen Resilienz der Eurozone. Durch eine engere wirtschaftspolitische Koordinierung, die Weiterentwicklung fiskalischer Stabilisierungsinstrumente und die Umsetzung struktureller Reformen soll die Eurozone robuster gegenüber externen Schocks werden – eine Grundvoraussetzung für das Vertrauen internationaler Akteure in die Stabilität des Euro. In diesem Zusammenhang bleibt die Reform der Wirtschafts- und Währungsunion ebenso essenziell wie die Vollendung der Bankenunion und die Verwirklichung der Kapitalmarktunion.

Darüber hinaus können marktorientierte Lösungen auf der Grundlage eines zweckmäßigen und innovationsfreundlichen Rechtsrahmens einen entscheidenden Beitrag leisten. Sie ermöglichen eine Balance zwischen Stabilität und Wachstumsförderung und schaffen die Voraussetzungen für eine verstärkte Nutzung des Euro in strategischen Schlüsselsektoren – etwa in den Rohstoffmärkten oder bei der Entwicklung systemrelevanter, auf Euro lautender Finanzmärkte. Diese Maßnahmen tragen wesentlich dazu bei, die Widerstandsfähigkeit der EU gegenüber wirtschaftlichen und geopolitischen Schocks zu erhöhen und ihre globale Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.

Parallel dazu muss die Integration der europäischen Kapitalmärkte – etwa im Rahmen der im März 2025 angekündigten „Savings and Investment Union“ – entschieden vorangetrieben werden. Ziel ist es, das Spar- und Investitionsverhalten innerhalb der EU besser zu verknüpfen, grenzüberschreitende Kapitalflüsse zu erleichtern und die Fragmentierung der Finanzmärkte zu überwinden. Die geplante Emission gemeinschaftlicher Anleihen – beispielsweise zur Stärkung der europäischen Verteidigungsfähigkeit – kann dabei einen entscheidenden Beitrag zur Schaffung sicherer, auf Euro lautender Vermögenswerte leisten, die für die internationale Rolle des Euro essenziell sind.

Ein weiterer strategischer Hebel soll in der Digitalisierung des europäischen Währungssystems liegen. Der von der Europäischen Zentralbank entwickelte digitale Euro kann als sicheres, öffentliches Zahlungsmittel im digitalen Raum fungieren und die Innovationskraft des europäischen Zahlungsverkehrs stärken. Ergänzt wird dies durch Initiativen zur Abwicklung von Großtransaktionen in Zentralbankgeld auf Basis von Distributed-Ledger-Technologien sowie zur Verbesserung grenzüberschreitender Zahlungen durch die Verknüpfung europäischer Echtzeitzahlungssysteme. In Kombination mit der Förderung privater digitaler Finanzlösungen entsteht so ein zukunftsfähiges Finanzökosystem, das die internationale Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität des Euro nachhaltig stärken soll.

Nicht zuletzt haben auch die Maßnahmen im Zuge der Covid-19-Pandemie – insbesondere der EU-Rettungsfonds und die Aufbau- und Resilienzfazilität – das Angebot an sicheren, auf Euro lautenden Vermögenswerten erhöht und damit zur Stärkung der wirtschaftlichen Souveränität der Eurozone beigetragen.

Die internationale Rolle des Euro ist somit nicht nur Ausdruck wirtschaftlicher Stärke, sondern auch ein strategisches Instrument zur Sicherung europäischer Interessen in einer sich wandelnden Weltordnung. Die Deutsche Börse Group wird diesen Weg weiterhin aktiv begleiten und mitgestalten.

Weitere Informationen zur Positionierung der Deutsche Börse Group zu diesem Thema finden Sie in unseren Stellungnahmen und Positionspapieren unter Publikationen.

Internationale Rolle des Euro

Mehr als 25 Jahre nach der Einführung der gemeinsamen Währung hat sich der Euro als zweitwichtigste Währung der Welt etabliert. In einer zunehmend multipolaren Weltwirtschaft, die von geopolitischen Spannungen, technologischen Umbrüchen und globalen Handelskonflikten geprägt ist, gewinnt die strategische Stärkung der internationalen Rolle des Euro weiter an Bedeutung. Ein diversifizierteres System globaler Leitwährungen würde nicht nur die Widerstandsfähigkeit der Weltwirtschaft gegenüber externen Schocks erhöhen, sondern auch die wirtschaftliche und finanzielle Souveränität Europas stärken.

Bereits im Dezember 2018 veröffentlichte die Europäische Kommission ihre Mitteilung „Für eine stärkere internationale Rolle des Euro“ und leitete damit eine Reihe von Initiativen ein, um das Vertrauen in die gemeinsame Währung zu stärken und ihre Attraktivität auf globaler Ebene zu erhöhen. Ergänzend zu dieser Mitteilung startete die Kommission 2019 eine Reihe von Konsultationen mit dem Ziel, Rückmeldungen von einer Vielzahl von Sektoren und Akteuren einzuholen, um die Mechanismen, die der Verwendung der gemeinsamen Währung zugrunde liegen, besser zu verstehen. Es wurde ein umfassendes Paket von Initiativen vorgestellt, das die folgenden Aspekte umfasst:

  • Vollendung der Wirtschafts- und Währungsunion in Europa;
  • Bankenunion und CMU-Maßnahmen zur Förderung eines starken europäischen Finanzsektors;
  • Initiativen zur Unterstützung der EU-Finanzmarktinfrastrukturen sowie zur Stärkung des EU-Sanktionssystems;
  • Förderung der Verwendung des Euro in strategischen Schlüsselsektoren.

Die Deutsche Börse Group unterstützt diese Vision ausdrücklich, insbesondere das Ziel, die EU27 zu einem wettbewerbsfähigen und florierenden Wirtschaftsraum zu machen, der von Finanzmärkten gestützt wird, die auf den Grundsätzen der Stabilität, Transparenz und Fairness aufbauen. Als Teil unseres Beitrags haben wir verschiedene Wege zur Stärkung der internationalen Rolle des Euro aufgezeigt: direkt, indem wir das Vertrauen und die Attraktivität der Währung selbst erhöhen, und indirekt, indem wir auf Euro lautende Produkte und Dienstleistungen sowie das Finanzökosystem der Eurozone unterstützen.

Zugleich haben sich in den letzten Jahren neue Herausforderungen für die internationale Rolle des Euro ergeben. Die zunehmende Bedeutung digitaler Währungen, geopolitische Machtverschiebungen sowie Initiativen anderer großer Volkswirtschaften zur Förderung eigener Währungsräume verändern die Dynamik auf den internationalen Kapitalmärkten. Diese Entwicklungen könnten die Nachfrage nach internationalen Reservewährungen sowie Kapitalflüsse nachhaltig beeinflussen und die globale Finanzstabilität herausfordern. Umso wichtiger ist es, dass Europa entschlossen handelt, um die Position des Euro als globale Leitwährung zu festigen und auszubauen.

Ein zentrales Element dieser Strategie ist die gezielte Stärkung der wirtschaftlichen und finanziellen Resilienz der Eurozone. Durch eine engere wirtschaftspolitische Koordinierung, die Weiterentwicklung fiskalischer Stabilisierungsinstrumente und die Umsetzung struktureller Reformen soll die Eurozone robuster gegenüber externen Schocks werden – eine Grundvoraussetzung für das Vertrauen internationaler Akteure in die Stabilität des Euro. In diesem Zusammenhang bleibt die Reform der Wirtschafts- und Währungsunion ebenso essenziell wie die Vollendung der Bankenunion und die Verwirklichung der Kapitalmarktunion.

Darüber hinaus können marktorientierte Lösungen auf der Grundlage eines zweckmäßigen und innovationsfreundlichen Rechtsrahmens einen entscheidenden Beitrag leisten. Sie ermöglichen eine Balance zwischen Stabilität und Wachstumsförderung und schaffen die Voraussetzungen für eine verstärkte Nutzung des Euro in strategischen Schlüsselsektoren – etwa in den Rohstoffmärkten oder bei der Entwicklung systemrelevanter, auf Euro lautender Finanzmärkte. Diese Maßnahmen tragen wesentlich dazu bei, die Widerstandsfähigkeit der EU gegenüber wirtschaftlichen und geopolitischen Schocks zu erhöhen und ihre globale Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.

Parallel dazu muss die Integration der europäischen Kapitalmärkte – etwa im Rahmen der im März 2025 angekündigten „Savings and Investment Union“ – entschieden vorangetrieben werden. Ziel ist es, das Spar- und Investitionsverhalten innerhalb der EU besser zu verknüpfen, grenzüberschreitende Kapitalflüsse zu erleichtern und die Fragmentierung der Finanzmärkte zu überwinden. Die geplante Emission gemeinschaftlicher Anleihen – beispielsweise zur Stärkung der europäischen Verteidigungsfähigkeit – kann dabei einen entscheidenden Beitrag zur Schaffung sicherer, auf Euro lautender Vermögenswerte leisten, die für die internationale Rolle des Euro essenziell sind.

Ein weiterer strategischer Hebel soll in der Digitalisierung des europäischen Währungssystems liegen. Der von der Europäischen Zentralbank entwickelte digitale Euro kann als sicheres, öffentliches Zahlungsmittel im digitalen Raum fungieren und die Innovationskraft des europäischen Zahlungsverkehrs stärken. Ergänzt wird dies durch Initiativen zur Abwicklung von Großtransaktionen in Zentralbankgeld auf Basis von Distributed-Ledger-Technologien sowie zur Verbesserung grenzüberschreitender Zahlungen durch die Verknüpfung europäischer Echtzeitzahlungssysteme. In Kombination mit der Förderung privater digitaler Finanzlösungen entsteht so ein zukunftsfähiges Finanzökosystem, das die internationale Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität des Euro nachhaltig stärken soll.

Nicht zuletzt haben auch die Maßnahmen im Zuge der Covid-19-Pandemie – insbesondere der EU-Rettungsfonds und die Aufbau- und Resilienzfazilität – das Angebot an sicheren, auf Euro lautenden Vermögenswerten erhöht und damit zur Stärkung der wirtschaftlichen Souveränität der Eurozone beigetragen.

Die internationale Rolle des Euro ist somit nicht nur Ausdruck wirtschaftlicher Stärke, sondern auch ein strategisches Instrument zur Sicherung europäischer Interessen in einer sich wandelnden Weltordnung. Die Deutsche Börse Group wird diesen Weg weiterhin aktiv begleiten und mitgestalten.

Weitere Informationen zur Positionierung der Deutsche Börse Group zu diesem Thema finden Sie in unseren Stellungnahmen und Positionspapieren unter Publikationen.

Internationale Rolle des Euro

Mehr als 25 Jahre nach der Einführung der gemeinsamen Währung hat sich der Euro als zweitwichtigste Währung der Welt etabliert. In einer zunehmend multipolaren Weltwirtschaft, die von geopolitischen Spannungen, technologischen Umbrüchen und globalen Handelskonflikten geprägt ist, gewinnt die strategische Stärkung der internationalen Rolle des Euro weiter an Bedeutung. Ein diversifizierteres System globaler Leitwährungen würde nicht nur die Widerstandsfähigkeit der Weltwirtschaft gegenüber externen Schocks erhöhen, sondern auch die wirtschaftliche und finanzielle Souveränität Europas stärken.

Bereits im Dezember 2018 veröffentlichte die Europäische Kommission ihre Mitteilung „Für eine stärkere internationale Rolle des Euro“ und leitete damit eine Reihe von Initiativen ein, um das Vertrauen in die gemeinsame Währung zu stärken und ihre Attraktivität auf globaler Ebene zu erhöhen. Ergänzend zu dieser Mitteilung startete die Kommission 2019 eine Reihe von Konsultationen mit dem Ziel, Rückmeldungen von einer Vielzahl von Sektoren und Akteuren einzuholen, um die Mechanismen, die der Verwendung der gemeinsamen Währung zugrunde liegen, besser zu verstehen. Es wurde ein umfassendes Paket von Initiativen vorgestellt, das die folgenden Aspekte umfasst:

  • Vollendung der Wirtschafts- und Währungsunion in Europa;
  • Bankenunion und CMU-Maßnahmen zur Förderung eines starken europäischen Finanzsektors;
  • Initiativen zur Unterstützung der EU-Finanzmarktinfrastrukturen sowie zur Stärkung des EU-Sanktionssystems;
  • Förderung der Verwendung des Euro in strategischen Schlüsselsektoren.

Die Deutsche Börse Group unterstützt diese Vision ausdrücklich, insbesondere das Ziel, die EU27 zu einem wettbewerbsfähigen und florierenden Wirtschaftsraum zu machen, der von Finanzmärkten gestützt wird, die auf den Grundsätzen der Stabilität, Transparenz und Fairness aufbauen. Als Teil unseres Beitrags haben wir verschiedene Wege zur Stärkung der internationalen Rolle des Euro aufgezeigt: direkt, indem wir das Vertrauen und die Attraktivität der Währung selbst erhöhen, und indirekt, indem wir auf Euro lautende Produkte und Dienstleistungen sowie das Finanzökosystem der Eurozone unterstützen.

Zugleich haben sich in den letzten Jahren neue Herausforderungen für die internationale Rolle des Euro ergeben. Die zunehmende Bedeutung digitaler Währungen, geopolitische Machtverschiebungen sowie Initiativen anderer großer Volkswirtschaften zur Förderung eigener Währungsräume verändern die Dynamik auf den internationalen Kapitalmärkten. Diese Entwicklungen könnten die Nachfrage nach internationalen Reservewährungen sowie Kapitalflüsse nachhaltig beeinflussen und die globale Finanzstabilität herausfordern. Umso wichtiger ist es, dass Europa entschlossen handelt, um die Position des Euro als globale Leitwährung zu festigen und auszubauen.

Ein zentrales Element dieser Strategie ist die gezielte Stärkung der wirtschaftlichen und finanziellen Resilienz der Eurozone. Durch eine engere wirtschaftspolitische Koordinierung, die Weiterentwicklung fiskalischer Stabilisierungsinstrumente und die Umsetzung struktureller Reformen soll die Eurozone robuster gegenüber externen Schocks werden – eine Grundvoraussetzung für das Vertrauen internationaler Akteure in die Stabilität des Euro. In diesem Zusammenhang bleibt die Reform der Wirtschafts- und Währungsunion ebenso essenziell wie die Vollendung der Bankenunion und die Verwirklichung der Kapitalmarktunion.

Darüber hinaus können marktorientierte Lösungen auf der Grundlage eines zweckmäßigen und innovationsfreundlichen Rechtsrahmens einen entscheidenden Beitrag leisten. Sie ermöglichen eine Balance zwischen Stabilität und Wachstumsförderung und schaffen die Voraussetzungen für eine verstärkte Nutzung des Euro in strategischen Schlüsselsektoren – etwa in den Rohstoffmärkten oder bei der Entwicklung systemrelevanter, auf Euro lautender Finanzmärkte. Diese Maßnahmen tragen wesentlich dazu bei, die Widerstandsfähigkeit der EU gegenüber wirtschaftlichen und geopolitischen Schocks zu erhöhen und ihre globale Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.

Parallel dazu muss die Integration der europäischen Kapitalmärkte – etwa im Rahmen der im März 2025 angekündigten „Savings and Investment Union“ – entschieden vorangetrieben werden. Ziel ist es, das Spar- und Investitionsverhalten innerhalb der EU besser zu verknüpfen, grenzüberschreitende Kapitalflüsse zu erleichtern und die Fragmentierung der Finanzmärkte zu überwinden. Die geplante Emission gemeinschaftlicher Anleihen – beispielsweise zur Stärkung der europäischen Verteidigungsfähigkeit – kann dabei einen entscheidenden Beitrag zur Schaffung sicherer, auf Euro lautender Vermögenswerte leisten, die für die internationale Rolle des Euro essenziell sind.

Ein weiterer strategischer Hebel soll in der Digitalisierung des europäischen Währungssystems liegen. Der von der Europäischen Zentralbank entwickelte digitale Euro kann als sicheres, öffentliches Zahlungsmittel im digitalen Raum fungieren und die Innovationskraft des europäischen Zahlungsverkehrs stärken. Ergänzt wird dies durch Initiativen zur Abwicklung von Großtransaktionen in Zentralbankgeld auf Basis von Distributed-Ledger-Technologien sowie zur Verbesserung grenzüberschreitender Zahlungen durch die Verknüpfung europäischer Echtzeitzahlungssysteme. In Kombination mit der Förderung privater digitaler Finanzlösungen entsteht so ein zukunftsfähiges Finanzökosystem, das die internationale Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität des Euro nachhaltig stärken soll.

Nicht zuletzt haben auch die Maßnahmen im Zuge der Covid-19-Pandemie – insbesondere der EU-Rettungsfonds und die Aufbau- und Resilienzfazilität – das Angebot an sicheren, auf Euro lautenden Vermögenswerten erhöht und damit zur Stärkung der wirtschaftlichen Souveränität der Eurozone beigetragen.

Die internationale Rolle des Euro ist somit nicht nur Ausdruck wirtschaftlicher Stärke, sondern auch ein strategisches Instrument zur Sicherung europäischer Interessen in einer sich wandelnden Weltordnung. Die Deutsche Börse Group wird diesen Weg weiterhin aktiv begleiten und mitgestalten.

Weitere Informationen zur Positionierung der Deutsche Börse Group zu diesem Thema finden Sie in unseren Stellungnahmen und Positionspapieren unter Publikationen.

Internationale Rolle des Euro

Mehr als 25 Jahre nach der Einführung der gemeinsamen Währung hat sich der Euro als zweitwichtigste Währung der Welt etabliert. In einer zunehmend multipolaren Weltwirtschaft, die von geopolitischen Spannungen, technologischen Umbrüchen und globalen Handelskonflikten geprägt ist, gewinnt die strategische Stärkung der internationalen Rolle des Euro weiter an Bedeutung. Ein diversifizierteres System globaler Leitwährungen würde nicht nur die Widerstandsfähigkeit der Weltwirtschaft gegenüber externen Schocks erhöhen, sondern auch die wirtschaftliche und finanzielle Souveränität Europas stärken.

Bereits im Dezember 2018 veröffentlichte die Europäische Kommission ihre Mitteilung „Für eine stärkere internationale Rolle des Euro“ und leitete damit eine Reihe von Initiativen ein, um das Vertrauen in die gemeinsame Währung zu stärken und ihre Attraktivität auf globaler Ebene zu erhöhen. Ergänzend zu dieser Mitteilung startete die Kommission 2019 eine Reihe von Konsultationen mit dem Ziel, Rückmeldungen von einer Vielzahl von Sektoren und Akteuren einzuholen, um die Mechanismen, die der Verwendung der gemeinsamen Währung zugrunde liegen, besser zu verstehen. Es wurde ein umfassendes Paket von Initiativen vorgestellt, das die folgenden Aspekte umfasst:

  • Vollendung der Wirtschafts- und Währungsunion in Europa;
  • Bankenunion und CMU-Maßnahmen zur Förderung eines starken europäischen Finanzsektors;
  • Initiativen zur Unterstützung der EU-Finanzmarktinfrastrukturen sowie zur Stärkung des EU-Sanktionssystems;
  • Förderung der Verwendung des Euro in strategischen Schlüsselsektoren.

Die Deutsche Börse Group unterstützt diese Vision ausdrücklich, insbesondere das Ziel, die EU27 zu einem wettbewerbsfähigen und florierenden Wirtschaftsraum zu machen, der von Finanzmärkten gestützt wird, die auf den Grundsätzen der Stabilität, Transparenz und Fairness aufbauen. Als Teil unseres Beitrags haben wir verschiedene Wege zur Stärkung der internationalen Rolle des Euro aufgezeigt: direkt, indem wir das Vertrauen und die Attraktivität der Währung selbst erhöhen, und indirekt, indem wir auf Euro lautende Produkte und Dienstleistungen sowie das Finanzökosystem der Eurozone unterstützen.

Zugleich haben sich in den letzten Jahren neue Herausforderungen für die internationale Rolle des Euro ergeben. Die zunehmende Bedeutung digitaler Währungen, geopolitische Machtverschiebungen sowie Initiativen anderer großer Volkswirtschaften zur Förderung eigener Währungsräume verändern die Dynamik auf den internationalen Kapitalmärkten. Diese Entwicklungen könnten die Nachfrage nach internationalen Reservewährungen sowie Kapitalflüsse nachhaltig beeinflussen und die globale Finanzstabilität herausfordern. Umso wichtiger ist es, dass Europa entschlossen handelt, um die Position des Euro als globale Leitwährung zu festigen und auszubauen.

Ein zentrales Element dieser Strategie ist die gezielte Stärkung der wirtschaftlichen und finanziellen Resilienz der Eurozone. Durch eine engere wirtschaftspolitische Koordinierung, die Weiterentwicklung fiskalischer Stabilisierungsinstrumente und die Umsetzung struktureller Reformen soll die Eurozone robuster gegenüber externen Schocks werden – eine Grundvoraussetzung für das Vertrauen internationaler Akteure in die Stabilität des Euro. In diesem Zusammenhang bleibt die Reform der Wirtschafts- und Währungsunion ebenso essenziell wie die Vollendung der Bankenunion und die Verwirklichung der Kapitalmarktunion.

Darüber hinaus können marktorientierte Lösungen auf der Grundlage eines zweckmäßigen und innovationsfreundlichen Rechtsrahmens einen entscheidenden Beitrag leisten. Sie ermöglichen eine Balance zwischen Stabilität und Wachstumsförderung und schaffen die Voraussetzungen für eine verstärkte Nutzung des Euro in strategischen Schlüsselsektoren – etwa in den Rohstoffmärkten oder bei der Entwicklung systemrelevanter, auf Euro lautender Finanzmärkte. Diese Maßnahmen tragen wesentlich dazu bei, die Widerstandsfähigkeit der EU gegenüber wirtschaftlichen und geopolitischen Schocks zu erhöhen und ihre globale Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.

Parallel dazu muss die Integration der europäischen Kapitalmärkte – etwa im Rahmen der im März 2025 angekündigten „Savings and Investment Union“ – entschieden vorangetrieben werden. Ziel ist es, das Spar- und Investitionsverhalten innerhalb der EU besser zu verknüpfen, grenzüberschreitende Kapitalflüsse zu erleichtern und die Fragmentierung der Finanzmärkte zu überwinden. Die geplante Emission gemeinschaftlicher Anleihen – beispielsweise zur Stärkung der europäischen Verteidigungsfähigkeit – kann dabei einen entscheidenden Beitrag zur Schaffung sicherer, auf Euro lautender Vermögenswerte leisten, die für die internationale Rolle des Euro essenziell sind.

Ein weiterer strategischer Hebel soll in der Digitalisierung des europäischen Währungssystems liegen. Der von der Europäischen Zentralbank entwickelte digitale Euro kann als sicheres, öffentliches Zahlungsmittel im digitalen Raum fungieren und die Innovationskraft des europäischen Zahlungsverkehrs stärken. Ergänzt wird dies durch Initiativen zur Abwicklung von Großtransaktionen in Zentralbankgeld auf Basis von Distributed-Ledger-Technologien sowie zur Verbesserung grenzüberschreitender Zahlungen durch die Verknüpfung europäischer Echtzeitzahlungssysteme. In Kombination mit der Förderung privater digitaler Finanzlösungen entsteht so ein zukunftsfähiges Finanzökosystem, das die internationale Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität des Euro nachhaltig stärken soll.

Nicht zuletzt haben auch die Maßnahmen im Zuge der Covid-19-Pandemie – insbesondere der EU-Rettungsfonds und die Aufbau- und Resilienzfazilität – das Angebot an sicheren, auf Euro lautenden Vermögenswerten erhöht und damit zur Stärkung der wirtschaftlichen Souveränität der Eurozone beigetragen.

Die internationale Rolle des Euro ist somit nicht nur Ausdruck wirtschaftlicher Stärke, sondern auch ein strategisches Instrument zur Sicherung europäischer Interessen in einer sich wandelnden Weltordnung. Die Deutsche Börse Group wird diesen Weg weiterhin aktiv begleiten und mitgestalten.

Weitere Informationen zur Positionierung der Deutsche Börse Group zu diesem Thema finden Sie in unseren Stellungnahmen und Positionspapieren unter Publikationen.

Internationale Rolle des Euro

Mehr als 25 Jahre nach der Einführung der gemeinsamen Währung hat sich der Euro als zweitwichtigste Währung der Welt etabliert. In einer zunehmend multipolaren Weltwirtschaft, die von geopolitischen Spannungen, technologischen Umbrüchen und globalen Handelskonflikten geprägt ist, gewinnt die strategische Stärkung der internationalen Rolle des Euro weiter an Bedeutung. Ein diversifizierteres System globaler Leitwährungen würde nicht nur die Widerstandsfähigkeit der Weltwirtschaft gegenüber externen Schocks erhöhen, sondern auch die wirtschaftliche und finanzielle Souveränität Europas stärken.

Bereits im Dezember 2018 veröffentlichte die Europäische Kommission ihre Mitteilung „Für eine stärkere internationale Rolle des Euro“ und leitete damit eine Reihe von Initiativen ein, um das Vertrauen in die gemeinsame Währung zu stärken und ihre Attraktivität auf globaler Ebene zu erhöhen. Ergänzend zu dieser Mitteilung startete die Kommission 2019 eine Reihe von Konsultationen mit dem Ziel, Rückmeldungen von einer Vielzahl von Sektoren und Akteuren einzuholen, um die Mechanismen, die der Verwendung der gemeinsamen Währung zugrunde liegen, besser zu verstehen. Es wurde ein umfassendes Paket von Initiativen vorgestellt, das die folgenden Aspekte umfasst:

  • Vollendung der Wirtschafts- und Währungsunion in Europa;
  • Bankenunion und CMU-Maßnahmen zur Förderung eines starken europäischen Finanzsektors;
  • Initiativen zur Unterstützung der EU-Finanzmarktinfrastrukturen sowie zur Stärkung des EU-Sanktionssystems;
  • Förderung der Verwendung des Euro in strategischen Schlüsselsektoren.

Die Deutsche Börse Group unterstützt diese Vision ausdrücklich, insbesondere das Ziel, die EU27 zu einem wettbewerbsfähigen und florierenden Wirtschaftsraum zu machen, der von Finanzmärkten gestützt wird, die auf den Grundsätzen der Stabilität, Transparenz und Fairness aufbauen. Als Teil unseres Beitrags haben wir verschiedene Wege zur Stärkung der internationalen Rolle des Euro aufgezeigt: direkt, indem wir das Vertrauen und die Attraktivität der Währung selbst erhöhen, und indirekt, indem wir auf Euro lautende Produkte und Dienstleistungen sowie das Finanzökosystem der Eurozone unterstützen.

Zugleich haben sich in den letzten Jahren neue Herausforderungen für die internationale Rolle des Euro ergeben. Die zunehmende Bedeutung digitaler Währungen, geopolitische Machtverschiebungen sowie Initiativen anderer großer Volkswirtschaften zur Förderung eigener Währungsräume verändern die Dynamik auf den internationalen Kapitalmärkten. Diese Entwicklungen könnten die Nachfrage nach internationalen Reservewährungen sowie Kapitalflüsse nachhaltig beeinflussen und die globale Finanzstabilität herausfordern. Umso wichtiger ist es, dass Europa entschlossen handelt, um die Position des Euro als globale Leitwährung zu festigen und auszubauen.

Ein zentrales Element dieser Strategie ist die gezielte Stärkung der wirtschaftlichen und finanziellen Resilienz der Eurozone. Durch eine engere wirtschaftspolitische Koordinierung, die Weiterentwicklung fiskalischer Stabilisierungsinstrumente und die Umsetzung struktureller Reformen soll die Eurozone robuster gegenüber externen Schocks werden – eine Grundvoraussetzung für das Vertrauen internationaler Akteure in die Stabilität des Euro. In diesem Zusammenhang bleibt die Reform der Wirtschafts- und Währungsunion ebenso essenziell wie die Vollendung der Bankenunion und die Verwirklichung der Kapitalmarktunion.

Darüber hinaus können marktorientierte Lösungen auf der Grundlage eines zweckmäßigen und innovationsfreundlichen Rechtsrahmens einen entscheidenden Beitrag leisten. Sie ermöglichen eine Balance zwischen Stabilität und Wachstumsförderung und schaffen die Voraussetzungen für eine verstärkte Nutzung des Euro in strategischen Schlüsselsektoren – etwa in den Rohstoffmärkten oder bei der Entwicklung systemrelevanter, auf Euro lautender Finanzmärkte. Diese Maßnahmen tragen wesentlich dazu bei, die Widerstandsfähigkeit der EU gegenüber wirtschaftlichen und geopolitischen Schocks zu erhöhen und ihre globale Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.

Parallel dazu muss die Integration der europäischen Kapitalmärkte – etwa im Rahmen der im März 2025 angekündigten „Savings and Investment Union“ – entschieden vorangetrieben werden. Ziel ist es, das Spar- und Investitionsverhalten innerhalb der EU besser zu verknüpfen, grenzüberschreitende Kapitalflüsse zu erleichtern und die Fragmentierung der Finanzmärkte zu überwinden. Die geplante Emission gemeinschaftlicher Anleihen – beispielsweise zur Stärkung der europäischen Verteidigungsfähigkeit – kann dabei einen entscheidenden Beitrag zur Schaffung sicherer, auf Euro lautender Vermögenswerte leisten, die für die internationale Rolle des Euro essenziell sind.

Ein weiterer strategischer Hebel soll in der Digitalisierung des europäischen Währungssystems liegen. Der von der Europäischen Zentralbank entwickelte digitale Euro kann als sicheres, öffentliches Zahlungsmittel im digitalen Raum fungieren und die Innovationskraft des europäischen Zahlungsverkehrs stärken. Ergänzt wird dies durch Initiativen zur Abwicklung von Großtransaktionen in Zentralbankgeld auf Basis von Distributed-Ledger-Technologien sowie zur Verbesserung grenzüberschreitender Zahlungen durch die Verknüpfung europäischer Echtzeitzahlungssysteme. In Kombination mit der Förderung privater digitaler Finanzlösungen entsteht so ein zukunftsfähiges Finanzökosystem, das die internationale Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität des Euro nachhaltig stärken soll.

Nicht zuletzt haben auch die Maßnahmen im Zuge der Covid-19-Pandemie – insbesondere der EU-Rettungsfonds und die Aufbau- und Resilienzfazilität – das Angebot an sicheren, auf Euro lautenden Vermögenswerten erhöht und damit zur Stärkung der wirtschaftlichen Souveränität der Eurozone beigetragen.

Die internationale Rolle des Euro ist somit nicht nur Ausdruck wirtschaftlicher Stärke, sondern auch ein strategisches Instrument zur Sicherung europäischer Interessen in einer sich wandelnden Weltordnung. Die Deutsche Börse Group wird diesen Weg weiterhin aktiv begleiten und mitgestalten.

Weitere Informationen zur Positionierung der Deutsche Börse Group zu diesem Thema finden Sie in unseren Stellungnahmen und Positionspapieren unter Publikationen.

Internationale Rolle des Euro

Mehr als 25 Jahre nach der Einführung der gemeinsamen Währung hat sich der Euro als zweitwichtigste Währung der Welt etabliert. In einer zunehmend multipolaren Weltwirtschaft, die von geopolitischen Spannungen, technologischen Umbrüchen und globalen Handelskonflikten geprägt ist, gewinnt die strategische Stärkung der internationalen Rolle des Euro weiter an Bedeutung. Ein diversifizierteres System globaler Leitwährungen würde nicht nur die Widerstandsfähigkeit der Weltwirtschaft gegenüber externen Schocks erhöhen, sondern auch die wirtschaftliche und finanzielle Souveränität Europas stärken.

Bereits im Dezember 2018 veröffentlichte die Europäische Kommission ihre Mitteilung „Für eine stärkere internationale Rolle des Euro“ und leitete damit eine Reihe von Initiativen ein, um das Vertrauen in die gemeinsame Währung zu stärken und ihre Attraktivität auf globaler Ebene zu erhöhen. Ergänzend zu dieser Mitteilung startete die Kommission 2019 eine Reihe von Konsultationen mit dem Ziel, Rückmeldungen von einer Vielzahl von Sektoren und Akteuren einzuholen, um die Mechanismen, die der Verwendung der gemeinsamen Währung zugrunde liegen, besser zu verstehen. Es wurde ein umfassendes Paket von Initiativen vorgestellt, das die folgenden Aspekte umfasst:

  • Vollendung der Wirtschafts- und Währungsunion in Europa;
  • Bankenunion und CMU-Maßnahmen zur Förderung eines starken europäischen Finanzsektors;
  • Initiativen zur Unterstützung der EU-Finanzmarktinfrastrukturen sowie zur Stärkung des EU-Sanktionssystems;
  • Förderung der Verwendung des Euro in strategischen Schlüsselsektoren.

Die Deutsche Börse Group unterstützt diese Vision ausdrücklich, insbesondere das Ziel, die EU27 zu einem wettbewerbsfähigen und florierenden Wirtschaftsraum zu machen, der von Finanzmärkten gestützt wird, die auf den Grundsätzen der Stabilität, Transparenz und Fairness aufbauen. Als Teil unseres Beitrags haben wir verschiedene Wege zur Stärkung der internationalen Rolle des Euro aufgezeigt: direkt, indem wir das Vertrauen und die Attraktivität der Währung selbst erhöhen, und indirekt, indem wir auf Euro lautende Produkte und Dienstleistungen sowie das Finanzökosystem der Eurozone unterstützen.

Zugleich haben sich in den letzten Jahren neue Herausforderungen für die internationale Rolle des Euro ergeben. Die zunehmende Bedeutung digitaler Währungen, geopolitische Machtverschiebungen sowie Initiativen anderer großer Volkswirtschaften zur Förderung eigener Währungsräume verändern die Dynamik auf den internationalen Kapitalmärkten. Diese Entwicklungen könnten die Nachfrage nach internationalen Reservewährungen sowie Kapitalflüsse nachhaltig beeinflussen und die globale Finanzstabilität herausfordern. Umso wichtiger ist es, dass Europa entschlossen handelt, um die Position des Euro als globale Leitwährung zu festigen und auszubauen.

Ein zentrales Element dieser Strategie ist die gezielte Stärkung der wirtschaftlichen und finanziellen Resilienz der Eurozone. Durch eine engere wirtschaftspolitische Koordinierung, die Weiterentwicklung fiskalischer Stabilisierungsinstrumente und die Umsetzung struktureller Reformen soll die Eurozone robuster gegenüber externen Schocks werden – eine Grundvoraussetzung für das Vertrauen internationaler Akteure in die Stabilität des Euro. In diesem Zusammenhang bleibt die Reform der Wirtschafts- und Währungsunion ebenso essenziell wie die Vollendung der Bankenunion und die Verwirklichung der Kapitalmarktunion.

Darüber hinaus können marktorientierte Lösungen auf der Grundlage eines zweckmäßigen und innovationsfreundlichen Rechtsrahmens einen entscheidenden Beitrag leisten. Sie ermöglichen eine Balance zwischen Stabilität und Wachstumsförderung und schaffen die Voraussetzungen für eine verstärkte Nutzung des Euro in strategischen Schlüsselsektoren – etwa in den Rohstoffmärkten oder bei der Entwicklung systemrelevanter, auf Euro lautender Finanzmärkte. Diese Maßnahmen tragen wesentlich dazu bei, die Widerstandsfähigkeit der EU gegenüber wirtschaftlichen und geopolitischen Schocks zu erhöhen und ihre globale Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.

Parallel dazu muss die Integration der europäischen Kapitalmärkte – etwa im Rahmen der im März 2025 angekündigten „Savings and Investment Union“ – entschieden vorangetrieben werden. Ziel ist es, das Spar- und Investitionsverhalten innerhalb der EU besser zu verknüpfen, grenzüberschreitende Kapitalflüsse zu erleichtern und die Fragmentierung der Finanzmärkte zu überwinden. Die geplante Emission gemeinschaftlicher Anleihen – beispielsweise zur Stärkung der europäischen Verteidigungsfähigkeit – kann dabei einen entscheidenden Beitrag zur Schaffung sicherer, auf Euro lautender Vermögenswerte leisten, die für die internationale Rolle des Euro essenziell sind.

Ein weiterer strategischer Hebel soll in der Digitalisierung des europäischen Währungssystems liegen. Der von der Europäischen Zentralbank entwickelte digitale Euro kann als sicheres, öffentliches Zahlungsmittel im digitalen Raum fungieren und die Innovationskraft des europäischen Zahlungsverkehrs stärken. Ergänzt wird dies durch Initiativen zur Abwicklung von Großtransaktionen in Zentralbankgeld auf Basis von Distributed-Ledger-Technologien sowie zur Verbesserung grenzüberschreitender Zahlungen durch die Verknüpfung europäischer Echtzeitzahlungssysteme. In Kombination mit der Förderung privater digitaler Finanzlösungen entsteht so ein zukunftsfähiges Finanzökosystem, das die internationale Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität des Euro nachhaltig stärken soll.

Nicht zuletzt haben auch die Maßnahmen im Zuge der Covid-19-Pandemie – insbesondere der EU-Rettungsfonds und die Aufbau- und Resilienzfazilität – das Angebot an sicheren, auf Euro lautenden Vermögenswerten erhöht und damit zur Stärkung der wirtschaftlichen Souveränität der Eurozone beigetragen.

Die internationale Rolle des Euro ist somit nicht nur Ausdruck wirtschaftlicher Stärke, sondern auch ein strategisches Instrument zur Sicherung europäischer Interessen in einer sich wandelnden Weltordnung. Die Deutsche Börse Group wird diesen Weg weiterhin aktiv begleiten und mitgestalten.

Weitere Informationen zur Positionierung der Deutsche Börse Group zu diesem Thema finden Sie in unseren Stellungnahmen und Positionspapieren unter Publikationen.

Internationale Rolle des Euro

Mehr als 25 Jahre nach der Einführung der gemeinsamen Währung hat sich der Euro als zweitwichtigste Währung der Welt etabliert. In einer zunehmend multipolaren Weltwirtschaft, die von geopolitischen Spannungen, technologischen Umbrüchen und globalen Handelskonflikten geprägt ist, gewinnt die strategische Stärkung der internationalen Rolle des Euro weiter an Bedeutung. Ein diversifizierteres System globaler Leitwährungen würde nicht nur die Widerstandsfähigkeit der Weltwirtschaft gegenüber externen Schocks erhöhen, sondern auch die wirtschaftliche und finanzielle Souveränität Europas stärken.

Bereits im Dezember 2018 veröffentlichte die Europäische Kommission ihre Mitteilung „Für eine stärkere internationale Rolle des Euro“ und leitete damit eine Reihe von Initiativen ein, um das Vertrauen in die gemeinsame Währung zu stärken und ihre Attraktivität auf globaler Ebene zu erhöhen. Ergänzend zu dieser Mitteilung startete die Kommission 2019 eine Reihe von Konsultationen mit dem Ziel, Rückmeldungen von einer Vielzahl von Sektoren und Akteuren einzuholen, um die Mechanismen, die der Verwendung der gemeinsamen Währung zugrunde liegen, besser zu verstehen. Es wurde ein umfassendes Paket von Initiativen vorgestellt, das die folgenden Aspekte umfasst:

  • Vollendung der Wirtschafts- und Währungsunion in Europa;
  • Bankenunion und CMU-Maßnahmen zur Förderung eines starken europäischen Finanzsektors;
  • Initiativen zur Unterstützung der EU-Finanzmarktinfrastrukturen sowie zur Stärkung des EU-Sanktionssystems;
  • Förderung der Verwendung des Euro in strategischen Schlüsselsektoren.

Die Deutsche Börse Group unterstützt diese Vision ausdrücklich, insbesondere das Ziel, die EU27 zu einem wettbewerbsfähigen und florierenden Wirtschaftsraum zu machen, der von Finanzmärkten gestützt wird, die auf den Grundsätzen der Stabilität, Transparenz und Fairness aufbauen. Als Teil unseres Beitrags haben wir verschiedene Wege zur Stärkung der internationalen Rolle des Euro aufgezeigt: direkt, indem wir das Vertrauen und die Attraktivität der Währung selbst erhöhen, und indirekt, indem wir auf Euro lautende Produkte und Dienstleistungen sowie das Finanzökosystem der Eurozone unterstützen.

Zugleich haben sich in den letzten Jahren neue Herausforderungen für die internationale Rolle des Euro ergeben. Die zunehmende Bedeutung digitaler Währungen, geopolitische Machtverschiebungen sowie Initiativen anderer großer Volkswirtschaften zur Förderung eigener Währungsräume verändern die Dynamik auf den internationalen Kapitalmärkten. Diese Entwicklungen könnten die Nachfrage nach internationalen Reservewährungen sowie Kapitalflüsse nachhaltig beeinflussen und die globale Finanzstabilität herausfordern. Umso wichtiger ist es, dass Europa entschlossen handelt, um die Position des Euro als globale Leitwährung zu festigen und auszubauen.

Ein zentrales Element dieser Strategie ist die gezielte Stärkung der wirtschaftlichen und finanziellen Resilienz der Eurozone. Durch eine engere wirtschaftspolitische Koordinierung, die Weiterentwicklung fiskalischer Stabilisierungsinstrumente und die Umsetzung struktureller Reformen soll die Eurozone robuster gegenüber externen Schocks werden – eine Grundvoraussetzung für das Vertrauen internationaler Akteure in die Stabilität des Euro. In diesem Zusammenhang bleibt die Reform der Wirtschafts- und Währungsunion ebenso essenziell wie die Vollendung der Bankenunion und die Verwirklichung der Kapitalmarktunion.

Darüber hinaus können marktorientierte Lösungen auf der Grundlage eines zweckmäßigen und innovationsfreundlichen Rechtsrahmens einen entscheidenden Beitrag leisten. Sie ermöglichen eine Balance zwischen Stabilität und Wachstumsförderung und schaffen die Voraussetzungen für eine verstärkte Nutzung des Euro in strategischen Schlüsselsektoren – etwa in den Rohstoffmärkten oder bei der Entwicklung systemrelevanter, auf Euro lautender Finanzmärkte. Diese Maßnahmen tragen wesentlich dazu bei, die Widerstandsfähigkeit der EU gegenüber wirtschaftlichen und geopolitischen Schocks zu erhöhen und ihre globale Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.

Parallel dazu muss die Integration der europäischen Kapitalmärkte – etwa im Rahmen der im März 2025 angekündigten „Savings and Investment Union“ – entschieden vorangetrieben werden. Ziel ist es, das Spar- und Investitionsverhalten innerhalb der EU besser zu verknüpfen, grenzüberschreitende Kapitalflüsse zu erleichtern und die Fragmentierung der Finanzmärkte zu überwinden. Die geplante Emission gemeinschaftlicher Anleihen – beispielsweise zur Stärkung der europäischen Verteidigungsfähigkeit – kann dabei einen entscheidenden Beitrag zur Schaffung sicherer, auf Euro lautender Vermögenswerte leisten, die für die internationale Rolle des Euro essenziell sind.

Ein weiterer strategischer Hebel soll in der Digitalisierung des europäischen Währungssystems liegen. Der von der Europäischen Zentralbank entwickelte digitale Euro kann als sicheres, öffentliches Zahlungsmittel im digitalen Raum fungieren und die Innovationskraft des europäischen Zahlungsverkehrs stärken. Ergänzt wird dies durch Initiativen zur Abwicklung von Großtransaktionen in Zentralbankgeld auf Basis von Distributed-Ledger-Technologien sowie zur Verbesserung grenzüberschreitender Zahlungen durch die Verknüpfung europäischer Echtzeitzahlungssysteme. In Kombination mit der Förderung privater digitaler Finanzlösungen entsteht so ein zukunftsfähiges Finanzökosystem, das die internationale Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität des Euro nachhaltig stärken soll.

Nicht zuletzt haben auch die Maßnahmen im Zuge der Covid-19-Pandemie – insbesondere der EU-Rettungsfonds und die Aufbau- und Resilienzfazilität – das Angebot an sicheren, auf Euro lautenden Vermögenswerten erhöht und damit zur Stärkung der wirtschaftlichen Souveränität der Eurozone beigetragen.

Die internationale Rolle des Euro ist somit nicht nur Ausdruck wirtschaftlicher Stärke, sondern auch ein strategisches Instrument zur Sicherung europäischer Interessen in einer sich wandelnden Weltordnung. Die Deutsche Börse Group wird diesen Weg weiterhin aktiv begleiten und mitgestalten.

Weitere Informationen zur Positionierung der Deutsche Börse Group zu diesem Thema finden Sie in unseren Stellungnahmen und Positionspapieren unter Publikationen.

Internationale Rolle des Euro

Mehr als 25 Jahre nach der Einführung der gemeinsamen Währung hat sich der Euro als zweitwichtigste Währung der Welt etabliert. In einer zunehmend multipolaren Weltwirtschaft, die von geopolitischen Spannungen, technologischen Umbrüchen und globalen Handelskonflikten geprägt ist, gewinnt die strategische Stärkung der internationalen Rolle des Euro weiter an Bedeutung. Ein diversifizierteres System globaler Leitwährungen würde nicht nur die Widerstandsfähigkeit der Weltwirtschaft gegenüber externen Schocks erhöhen, sondern auch die wirtschaftliche und finanzielle Souveränität Europas stärken.

Bereits im Dezember 2018 veröffentlichte die Europäische Kommission ihre Mitteilung „Für eine stärkere internationale Rolle des Euro“ und leitete damit eine Reihe von Initiativen ein, um das Vertrauen in die gemeinsame Währung zu stärken und ihre Attraktivität auf globaler Ebene zu erhöhen. Ergänzend zu dieser Mitteilung startete die Kommission 2019 eine Reihe von Konsultationen mit dem Ziel, Rückmeldungen von einer Vielzahl von Sektoren und Akteuren einzuholen, um die Mechanismen, die der Verwendung der gemeinsamen Währung zugrunde liegen, besser zu verstehen. Es wurde ein umfassendes Paket von Initiativen vorgestellt, das die folgenden Aspekte umfasst:

  • Vollendung der Wirtschafts- und Währungsunion in Europa;
  • Bankenunion und CMU-Maßnahmen zur Förderung eines starken europäischen Finanzsektors;
  • Initiativen zur Unterstützung der EU-Finanzmarktinfrastrukturen sowie zur Stärkung des EU-Sanktionssystems;
  • Förderung der Verwendung des Euro in strategischen Schlüsselsektoren.

Die Deutsche Börse Group unterstützt diese Vision ausdrücklich, insbesondere das Ziel, die EU27 zu einem wettbewerbsfähigen und florierenden Wirtschaftsraum zu machen, der von Finanzmärkten gestützt wird, die auf den Grundsätzen der Stabilität, Transparenz und Fairness aufbauen. Als Teil unseres Beitrags haben wir verschiedene Wege zur Stärkung der internationalen Rolle des Euro aufgezeigt: direkt, indem wir das Vertrauen und die Attraktivität der Währung selbst erhöhen, und indirekt, indem wir auf Euro lautende Produkte und Dienstleistungen sowie das Finanzökosystem der Eurozone unterstützen.

Zugleich haben sich in den letzten Jahren neue Herausforderungen für die internationale Rolle des Euro ergeben. Die zunehmende Bedeutung digitaler Währungen, geopolitische Machtverschiebungen sowie Initiativen anderer großer Volkswirtschaften zur Förderung eigener Währungsräume verändern die Dynamik auf den internationalen Kapitalmärkten. Diese Entwicklungen könnten die Nachfrage nach internationalen Reservewährungen sowie Kapitalflüsse nachhaltig beeinflussen und die globale Finanzstabilität herausfordern. Umso wichtiger ist es, dass Europa entschlossen handelt, um die Position des Euro als globale Leitwährung zu festigen und auszubauen.

Ein zentrales Element dieser Strategie ist die gezielte Stärkung der wirtschaftlichen und finanziellen Resilienz der Eurozone. Durch eine engere wirtschaftspolitische Koordinierung, die Weiterentwicklung fiskalischer Stabilisierungsinstrumente und die Umsetzung struktureller Reformen soll die Eurozone robuster gegenüber externen Schocks werden – eine Grundvoraussetzung für das Vertrauen internationaler Akteure in die Stabilität des Euro. In diesem Zusammenhang bleibt die Reform der Wirtschafts- und Währungsunion ebenso essenziell wie die Vollendung der Bankenunion und die Verwirklichung der Kapitalmarktunion.

Darüber hinaus können marktorientierte Lösungen auf der Grundlage eines zweckmäßigen und innovationsfreundlichen Rechtsrahmens einen entscheidenden Beitrag leisten. Sie ermöglichen eine Balance zwischen Stabilität und Wachstumsförderung und schaffen die Voraussetzungen für eine verstärkte Nutzung des Euro in strategischen Schlüsselsektoren – etwa in den Rohstoffmärkten oder bei der Entwicklung systemrelevanter, auf Euro lautender Finanzmärkte. Diese Maßnahmen tragen wesentlich dazu bei, die Widerstandsfähigkeit der EU gegenüber wirtschaftlichen und geopolitischen Schocks zu erhöhen und ihre globale Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.

Parallel dazu muss die Integration der europäischen Kapitalmärkte – etwa im Rahmen der im März 2025 angekündigten „Savings and Investment Union“ – entschieden vorangetrieben werden. Ziel ist es, das Spar- und Investitionsverhalten innerhalb der EU besser zu verknüpfen, grenzüberschreitende Kapitalflüsse zu erleichtern und die Fragmentierung der Finanzmärkte zu überwinden. Die geplante Emission gemeinschaftlicher Anleihen – beispielsweise zur Stärkung der europäischen Verteidigungsfähigkeit – kann dabei einen entscheidenden Beitrag zur Schaffung sicherer, auf Euro lautender Vermögenswerte leisten, die für die internationale Rolle des Euro essenziell sind.

Ein weiterer strategischer Hebel soll in der Digitalisierung des europäischen Währungssystems liegen. Der von der Europäischen Zentralbank entwickelte digitale Euro kann als sicheres, öffentliches Zahlungsmittel im digitalen Raum fungieren und die Innovationskraft des europäischen Zahlungsverkehrs stärken. Ergänzt wird dies durch Initiativen zur Abwicklung von Großtransaktionen in Zentralbankgeld auf Basis von Distributed-Ledger-Technologien sowie zur Verbesserung grenzüberschreitender Zahlungen durch die Verknüpfung europäischer Echtzeitzahlungssysteme. In Kombination mit der Förderung privater digitaler Finanzlösungen entsteht so ein zukunftsfähiges Finanzökosystem, das die internationale Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität des Euro nachhaltig stärken soll.

Nicht zuletzt haben auch die Maßnahmen im Zuge der Covid-19-Pandemie – insbesondere der EU-Rettungsfonds und die Aufbau- und Resilienzfazilität – das Angebot an sicheren, auf Euro lautenden Vermögenswerten erhöht und damit zur Stärkung der wirtschaftlichen Souveränität der Eurozone beigetragen.

Die internationale Rolle des Euro ist somit nicht nur Ausdruck wirtschaftlicher Stärke, sondern auch ein strategisches Instrument zur Sicherung europäischer Interessen in einer sich wandelnden Weltordnung. Die Deutsche Börse Group wird diesen Weg weiterhin aktiv begleiten und mitgestalten.

Weitere Informationen zur Positionierung der Deutsche Börse Group zu diesem Thema finden Sie in unseren Stellungnahmen und Positionspapieren unter Publikationen.