In Deutschland starteten 1989 das System IBIS, 1990 die Deutsche Terminbörse und 1997 dann Xetra. Im Gegensatz zu IBIS – bei dem das Ordermatching noch nicht elektronisch erfolgte, sondern durch die explizite Auswahl einer Offerte per Tastendruck – stellt Xetra, ebenso wie die DTB als Vorgängerin der Eurex, ein vollelektronisches Handelssystem dar, das zueinanderpassende Orders automatisiert gegeneinander ausführt. Kernelement eines elektronischen Handelssystems sind zentrale, offene Limitorderbücher, die eine transparente, anonyme und kostengünstige Lösung für die Aggregation und Speicherung offener Limit-Aufträge sowie für die Abstimmung ausführbarer Aufträge über Matching-Algorithmen in Echtzeit bieten. Seit Anfang der 1990er Jahre wurden entsprechend viele der großen Wertpapierbörsen auf beiden Seiten des Atlantiks vollständig elektronisiert. Der physische Handel auf dem Parkett wurde zunehmend überflüssig und der DAX im Juni 1999 erstmals ausschließlich auf Basis von Xetra-Preisen berechnet. Zum Zeitpunkt des IPOs der Deutsche Börse Group am 5. Februar 2001 wurde bereits auf der vierten Xetra Version (Release 4) gehandelt.