Deutsche Börse AG veröffentlicht vorläufiges Q3/2011Ergebnis

Erschienen am: 19.10.2011

Die Deutsche Börse AG hat am Mittwoch vorläufige Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2011 veröffentlicht. Die Umsatzerlöse verbesserten sich gegenüber dem Vorjahresquartal um rund 20 Prozent auf rund 605 Mio. € (Q3/2010: 504,3 Mio. €). Zusätzlich zu den Umsatzerlösen flossen der Gruppe Nettozinserträge aus dem Bankgeschäft in Höhe von rund 20 Mio. € (Q3/2010: 15,8 Mio. €) und sonstige betriebliche Erträge in Höhe von ebenfalls rund 20 Mio. € zu (Q3/2010: 11,7 Mio. €). Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten einen Buchgewinn in Höhe von rund 5 Mio. € aus der Veräußerung einer Beteiligung.

Mit rund 250 Mio. € lagen die operativen Kosten im dritten Quartal 2011 über dem Vorjahr (Q3/2010: 235,4 Mio. €). Der Anstieg ist maßgeblich bedingt durch rund 25 Mio. € Kosten im Zusammenhang mit dem geplanten Zusammenschluss mit NYSE Euronext. Bereinigt um Kosten im Zusammenhang mit dem geplanten Zusammenschluss und um Kosten für Effizienzprogramme, lagen die operativen Kosten bei ungefähr 225 Mio. € (Q3/2010 bereinigt: 222,5 Mio. €).

Folglich lag das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) der Deutschen Börse bei rund 330 Mio. € (Q3/2010: 244,1 Mio. €). Bereinigt um Kosten im Zusammenhang mit dem geplanten Zusammenschluss und Kosten für Effizienzprogramme belief sich das EBIT auf 355 Mio. € (Q3/2010 bereinigt: 257,4 Mio. €).

Das Finanzergebnis im dritten Quartal 2011 enthält einen Ertrag von rund 94 Mio. €. Dieser nicht zahlungswirksame und nicht steuerwirksame Ertrag stammt aus der Marktbewertung der Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Aktienkomponente der am 7. Juni 2011 bekanntgegebene Vereinbarung mit der SIX Group die Eurex vollständig zu übernehmen. Die Verbindlichkeit wird mit dem Aktienkurs der Deutsche Börse schwanken bis die Verbindlichkeit beglichen ist und wird daher weiterhin zu Ertragsvolatilität führen.

Somit stieg der Konzern-Periodenüberschuss für das dritte Quartal 2011 um rund 95 Prozent auf ungefähr 315 Mio. € (Q3/2010: 161,3 Mio. €). Bereinigt um Kosten im Zusammenhang mit dem geplanten Zusammenschluss, Kosten für Effizienzprogramme und den Ertrag im Zusammenhang mit der Vereinbarung mit SIX Group, belief sich der Konzern-Periodenüberschuss auf rund 245 Mio. €, ein Anstieg von ungefähr 44 Prozent gegenüber dem Vorjahr (Q3/2010 bereinigt: 171,0 Mio. €). Im dritten Quartal 2011 lag der gewichtete Durchschnitt der ausstehenden Aktien bei 186,0 Mio.

Diese vorläufigen Zahlen sind ungeprüft und stehen unter dem Vorbehalt der Aufstellung des Quartalsabschlusses.