Deutsche Börse AG veröffentlicht Ergebnis für das erste Quartal 2013
Erschienen am: 29.04.2013
Nettoerlöse in Höhe von 484,3 Mio. €/ Operative Kosten lagen auf bereinigter Basis bei 229,5 Mio. €/ Bereinigtes Ergebnis je Aktie von 0,92 €
Die Deutsche Börse AG hat am Montag ihre Geschäftszahlen für das erste Quartal 2013 veröffentlicht. Die Nettoerlöse lagen mit 484,3 Mio. € aufgrund eines leicht verbesserten Geschäftsumfeldes über denen des dritten und vierten Quartals 2012 (Q3/2012: 471,0 Mio. €, Q4/2012: 447,7 Mio. €), aber leicht unter dem Vorjahrsquartal (Q1/2012: 506,9 Mio. €) – maßgeblich aufgrund der historisch niedrigen Zinsen und geringerer Volatilität an den Aktienmärkten. Die um Sondereffekte maßgeblich aus den im Februar angekündigten Effizienzmaßnahmen bereinigten operativen Kosten der Gruppe lagen, bedingt durch höhere Investitionen in Wachstum und Infrastruktur, mit 229,5 Mio. € planmäßig leicht über dem Vorjahreswert (Q1/2012: 225,7 Mio. €). In Summe erzielte der Konzern damit ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 0,92 € (Q1/2012: 1,01 €).
Im März konnte die Deutsche Börse AG zudem erfolgreich die im letzten Jahr begonnene Refinanzierung der langfristigen verzinslichen Verbindlichkeiten der Gruppe abschließen. Im September 2012 hatte die Gesellschaft eine Anleihe im Umfang von 600 Mio. € mit einer Laufzeit von zehn Jahren und einem Zinskupon von 2,375 Prozent jährlich am Markt platziert. Im März 2013 folgte eine weitere Anleihe im Umfang von 600 Mio. € mit fünf Jahren Laufzeit und einem jährlichen Zinskupon von 1,125 Prozent.
Gregor Pottmeyer, Personal- und Finanzvorstand der Deutsche Börse AG, sagte: „In einigen Geschäftsbereichen hat sich im ersten Quartal 2013 das Marktumfeld gegenüber dem zweiten Halbjahr 2012 belebt, womit wir einen sequenziellen Anstieg der Nettoerlöse erzielten. Zudem konnten wir den Erlösbeitrag neuer Produkte weiter steigern. Für das laufende Geschäftsjahr stehen weiterhin der Ausbau der Infrastruktur und die Erschließung neuer Wachstumsfelder sowie die Implementierung der im Februar angekündigten Effizienzmaßnahmen im Fokus.“ Die abgeschlossene Refinanzierung der langfristigen Verbindlichkeiten der Gruppe kommentierte Gregor Pottmeyer wie folgt: „Unser erfolgreiches Kapitalmanagement auf Basis der Refinanzierung unserer langfristigen Schulden zu günstigen Konditionen dokumentiert einmal mehr das hohe Maß an Vertrauen, das der Kapitalmarkt unserem Unternehmen entgegenbringt.“
Ergebnis Q1/2013
Die Nettoerlöse der Gruppe Deutsche Börse verbesserten sich im ersten Quartal 2013 gegenüber den beiden Vorquartalen, gingen jedoch vor allem aufgrund der historisch niedrigen Zinsen und geringerer Volatilität an den Aktienmärkten um 4 Prozent auf 484,3 Mio. € zurück (Q1/2012: 506,9 Mio. €). Als Bestandteil der Nettoerlöse sanken die Nettozinserträge aus dem Bankgeschäft trotz steigender durchschnittlicher Kundenbareinlagen auf 8,2 Mio. € (Q1/2012: 18,5 Mio. €).
Die operativen Kosten lagen im Berichtszeitraum mit 295,3 Mio. € über denen des Vorjahres (Q1/2012: 248,6 Mio. €), enthielten aber Kosten für Effizienzprogramme sowie Fusionen und Übernahmen in Höhe von 65,8 Mio. € (Q1/2012: 22,9 Mio. €). Bereinigt um diese Einmaleffekte stiegen die Kosten investitionsbedingt um 2 Prozent auf 229,5 Mio. € (Q1/2012: 225,7 Mio. €) und lagen damit im Rahmen der Planung des Unternehmens.
Das Beteiligungsergebnis der Gruppe Deutsche Börse belief sich auf 3,0 Mio. € (Q1/2012: 1,7 Mio. €). Es wird im Wesentlichen erreicht durch die Scoach Holding S.A., die Direct Edge Holdings, LLC und die European Energy Exchange AG.
In Summe reduzierte sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) der Gruppe Deutsche Börse im Berichtszeitraum auf 192,0 Mio. € (Q1/2012: 260,0 Mio. €). Ohne die beschriebenen Sondereffekte erzielte die Gruppe ein EBIT von 257,8 Mio. € (Q1/2012: 282,9 Mio. €).
Das Finanzergebnis der Gruppe belief sich im ersten Quartal 2013 auf –23,2 Mio. € gegenüber –19,8 Mio. € im ersten Quartal 2012, wobei der Vorjahreswert um Effekte aus der vollständigen Übernahme der Eurex Zürich AG bereinigt ist.
Die effektive Gruppensteuerquote lag im ersten Quartal 2013 bei 26,0 Prozent (Q1/2012: 26,0 Prozent). Diese ergibt sich nach der Bereinigung um die oben genannten Sondereffekte bei den operativen Kosten und dem Finanzergebnis.
Damit belief sich der Konzern-Periodenüberschuss der Gruppe im ersten Quartal 2013 auf 121,2 Mio. € (Q1/2012: 146,2 Mio. €). Ohne die beschriebenen Sondereffekte lag der Konzern-Periodenüberschuss bei 169,9 Mio. € (Q1/2012: 190,5 Mio. €). Das unverwässerte Ergebnis je Aktie lag bei 0,66 € auf Basis von 184,1 Mio. Aktien (Q1/2012: 0,77 € auf Basis von 188,7 Mio. Aktien) bzw. bei 0,92 € auf bereinigter Basis (Q1/2012: 1,01 €).