Chairman Jeffrey Tessler fordert verlässlichen T2S-Migrationsplan
Gruppe Deutsche Börse legt Schwerpunkt auf EMIR-Lösungen
Der internationale Zentralverwahrer Clearstream ist auf seinen Anschluss an die einheitliche europäische Wertpapierabwicklungsplattform TARGET2-Securities (T2S) gut vorbereitet. Nach den Verzögerungen im T2S-Zeitplan fordert Chairman Jeffrey Tessler nun Verlässlichkeit bezüglich des geänderten Ablaufs. Letzterer sieht derzeit vor, dass Clearstream am 6. Februar 2017 migriert – sofern die Europäische Zentralbank (EZB) dem zustimmt.
„Das T2S-Projekt ist nach einer Phase der Unsicherheit, die für alle teuer war, wieder auf dem richtigen Weg“, sagte Tessler. „Jetzt warten wir darauf, dass der EZB-Rat den neuen Migrationsplan bestätigt und hoffen, dass es keine weiteren Verzögerungen gibt, damit der neue Termin eingehalten werden kann.“
Clearstream hat bereits 2014 damit begonnen, die IT-Funktionen für T2S zu testen und zu implementieren. Daher sind viele Komponenten bereits anwendungsbereit. „Prinzipiell begrüßen wir Verzögerungen im T2S-Zeitplan nicht“, sagte Tessler. „Allerdings befürworten wir Migrationsszenarien, die eine stabile Plattform sicherstellen und das Migrationsrisiko minimieren.“
Unterdessen legt Clearstream als Teil der Gruppe Deutsche Börse einen starken Schwerpunkt darauf, seine Kunden bei der Erfüllung der Anforderungen der European Market Infrastructure Regulation (EMIR) zu unterstützen. „Derzeit ist EMIR eines der Themen, die wir fokussieren. Die Verpflichtung zum OTC-Clearing beginnt im Juni und im September greifen neue Anforderungen für nicht zentral verrechnete Transaktionen. Beides stellt unsere Kunden vor erhebliche Herausforderungen“, sagte Tessler weiter, der auch für das Clearinghaus der Gruppe Deutsche Börse, Eurex Clearing, verantwortlich zeichnet. „Jetzt ist die Zeit, zu handeln“, so Tessler. Er riet Marktteilnehmern, schon jetzt mit den Vorbereitungen auf die neuen Anforderungen zu beginnen.
Geschäftsbereich Verwahrung (Custody)
Der Gesamtwert des im Kundenauftrag verwahrten Vermögens fiel im Februar 2016 gegenüber dem Vorjahresmonat (13,2 Bio. €) um 2 Prozent auf 12,9 Bio. €.
Die bei Clearstream im Rahmen des Geschäfts als internationaler Zentralverwahrer verwahrten Wertpapiere erreichten im Februar 2016 einen Wert von 7,1 Bio. € und lagen damit gegenüber dem Wert von Februar 2015 (6,9 Bio. €) 3 Prozent im Plus.
Der Wert der inländischen deutschen Wertpapiere in Verwahrung beim nationalen Zentralverwahrer fiel im Februar 2016 gegenüber dem Vorjahresmonat von 6,2 Bio. € um 7 Prozent auf 5,8 Bio. €.
Im laufenden Jahr bewegte sich der kombinierte Wert der im Rahmen des deutschen und internationalen Geschäfts abgewickelten Transaktionen (OTC- und Börsengeschäfte in Summe) mit 13,0 Bio. € auf dem gleichen Level wie im Vorjahreszeitraum.
Geschäftsbereich Abwicklung (Settlement)
Im Februar 2016 wurden 3,7 Mio. internationale Transaktionen abgewickelt und damit 6 Prozent weniger als im Februar 2015 (3,9 Mio.). Bei 84 Prozent der internationalen Transaktionen handelte es sich um außerbörsliche Transaktionen, 16 Prozent waren Börsentransaktionen.
Auf dem deutschen Inlandsmarkt belief sich die Anzahl der abgewickelten Transaktionen im Februar 2016 auf 7,9 Mio., was einem Plus von 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat (7,8 Mio.) entspricht. Von diesen Transaktionen waren 65 Prozent Börsengeschäfte und 35 Prozent OTC-Transaktionen.
Im laufenden Jahr fiel der kombinierte Wert der im Rahmen des deutschen und des weltweiten Geschäfts abgewickelten Transaktionen (OTC- und Börsengeschäfte in Summe) gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6 Prozent (lfd. Jahr bis Februar 2016: 22,2 Mio, lfd. Jahr bis Februar 2015: 23,5 Mio.).
Geschäftsbereich Globale Wertpapierleihe und Sicherheitenmanagement (Global Securities Financing)
Für den Geschäftsbereich Global Securities Financing (GSF) belief sich das durchschnittliche monatliche Volumen im Februar 2016 auf 532,7 Milliarden €. Insgesamt wurde im Servicegeschäft, das die Bereiche Triparty Repo, Wertpapierleihe und Sicherheitenmanagement (Collateral Management) umfasst, ein Minus von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat (629,5 Milliarden €) verzeichnet.
Das durchschnittliche monatliche Volumen im GSF-Bereich lag im bisherigen Jahresverlauf bis Februar 2016 (526,3 Mrd. €) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (616,0 Mrd. €) um 15 Prozent im Minus.
Geschäftsbereich Investmentfondsgeschäft (Investment Fund Services)
Im Bereich Investment Fund Services (IFS) wurden im Februar 2016 insgesamt 0,75 Mio. Transaktionen und damit 11 Prozent weniger als im Februar 2015 (0,85 Mio.) verarbeitet.
Im laufenden Jahr ist die Anzahl der verarbeiteten IFS-Transaktionen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 12 Prozent gefallen (lfd. Jahr bis Februar 2015: 1,7 Mio., lfd. Jahr bis Februar 2016: 1,5 Mio.).
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