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Ertragslage

Prognosebericht – Entwicklung der Ertragslage

Die Gruppe Deutsche Börse sieht sich trotz des außerordentlichen makroökonomischen Umfelds mit ihrem diversifizierten Geschäftsmodell und ihren vielfältigen Erlösquellen in einer sehr guten Position, ihre Ertragslage mittel- und langfristig weiter zu verbessern. Diese Erwartung basiert u. a. auf den strukturellen Wachstumschancen, die das Unternehmen nutzen wird (für Details siehe den Chancenbericht), sowie auf zusätzlichen Beiträgen aus Übernahmen.

Wie bereits für die vorherigen Jahre erwartet die Gruppe Deutsche Börse auch im Prognosezeitraum einen Anstieg der Nettoerlöse aus strukturellen Wachstumschancen von mindestens 5 Prozent. Dieses Wachstum treibt die Gruppe durch Investitionen voran. Dabei verfolgt sie das Ziel, weitere Marktanteile aus dem außerbörslichen Handel und Clearing in den börslichen Bereich zu verlagern, durch die Einführung neuer Produkte und Funktionalitäten ihre Positionen in bestehenden Anlageklassen weiter auszubauen und neue Kunden zu gewinnen. Demgegenüber hängt die Entwicklung der von zyklischen Faktoren abhängenden Geschäftsfelder maßgeblich vom Grad der Spekulation hinsichtlich der künftigen Zinsentwicklung sowie der Höhe der Aktienmarktvolatilität ab. Hierbei werden sich aufgrund der außerordentlich hohen Marktvolatilität und der US-Zinssenkungen im ersten Quartal 2020 sehr wahrscheinlich Rückgänge der zyklisch bedingten Nettoerlöse der Gruppe im Prognosezeitraum ergeben. Zudem wird aus Übernahmen, insbesondere der Akquisition der Fondcenter AG von UBS zum 30. September 2020 und der Akquisition von ISS zum 25. Februar 2021, ein zusätzlicher Nettoerlösbeitrag erwartet. In Summe rechnet das Unternehmen für den Prognosezeitraum insgesamt mit Nettoerlösen von rund 3,5 Mrd. €.

Im Rahmen ihrer Wachstumsstrategie verfolgt die Gruppe Deutsche Börse klar definierte Prinzipien zur Steuerung der operativen Kosten. Die notwendige Flexibilität bei der Steuerung der operativen Kosten erreicht die Gruppe im Wesentlichen durch einen kontinuierlichen Prozess der Verbesserung der operativen Abläufe. Für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) rechnet das Unternehmen im Prognosezeitraum insgesamt mit einem Anstieg auf rund 2,0 Mrd. €. Damit würde die Gruppe voll im Rahmen ihrer mittelfristigen Wachstumsziele von durchschnittlich 10 Prozent pro Jahr für die Nettoerlöse und das EBITDA im Zeitraum 2019 bis 2023 liegen.

Prognose der Ertragslage für 2021

Basis 2020
Mio. €
Prognose 2021
Mrd. €

Nettoerlöse

3.213,9~3,5
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA)1.877,7~2,0