Vor dem 19. Jahrhundert beruhte der Finanzverkehr in Europa auf informellen Netzwerken persönlich handelnder Akteure. Ob Handelswechsel, Edelmetall, Münzen, Staatsanleihen, Renten oder Bergwerksanteile: Der Verkehr mit diesen Assets beruhte auf dem Personalkredit, auf persönlicher Bekanntschaft und Reputation. Je größer, komplexer und dynamischer, umso unübersichtlicher, riskanter und intransparanter wurde dieser Finanzverkehr. In den wichtigen Finanz- und Messe-Städten etablierten sich dauerhafte Handels-, Pricing- und Clearing-Institutionen: Börsen im Kapitalmarkt, Wechsel- und Notenbanken im Geldmarkt.