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Q1/2019: Solider Jahresauftakt für die Gruppe Deutsche Börse

Datum: 29. Apr 2019 | Deutsche Börse

Q1/2019: Solider Jahresauftakt für die Gruppe Deutsche Börse

Die Nettoerlöse stiegen in Q1/2019 um 4 Prozent auf 721 Mio. €. / Der bereinigte Konzern-Periodenüberschuss für Q1/2019 lag 8 Prozent über dem des Vorjahres. / Das bereinigte Ergebnis je Aktie stieg um 10 Prozent auf 1,59 € in Q1/2019.

Die Deutsche Börse AG hat am Montag ihre Geschäftszahlen für das erste Quartal 2019 veröffentlicht. Das Unternehmen erzielte insgesamt Nettoerlöse in Höhe von 720,8 Mio. €, was einem Anstieg von 4 Prozent gegenüber denen des Vorjahresquartals entspricht (Q1/2018: 691,6 Mio. €). Dabei erreichte die Deutsche Börse ein der Planung entsprechendes Wachstum der strukturell bedingten Nettoerlöse von rund 5 Prozent. Hingegen hat sich das Marktumfeld, insbesondere die im Vergleich zum Vorjahreszeitraum niedrigere Aktienmarktvolatilität, negativ auf die zyklisch bedingten Nettoerlöse ausgewirkt. Dies konnte nur teilweise ausgeglichen werden, zum einen durch die gestiegenen Nettozinserträge aus dem Bankgeschäft und zum anderen durch den zusätzlichen Erlösbeitrag der im Jahr 2018 akquirierten Unternehmen. Die bereinigten operativen Kosten lagen mit 248,6 Mio. € leicht unter denen des Vorjahresquartals (Q1/2018: 254,5 Mio. €). Höhere Aufwendungen für Investitionen in Wachstumsinitiativen, neue Technologien und Regulierung, sowie Konsolidierungseffekte wurden durch die Umstellung der Rechnungslegung auf IFRS 16 überkompensiert. Bereinigt wurden die operativen Kosten um Sondereffekte in Höhe von rund 24,6 Mio. €; diese bestehen maßgeblich aus strukturellen Maßnahmen zur Verbesserung der operativen Effizienz im Rahmen der Unternehmensstrategie „Roadmap 2020“ sowie aus Kosten für Unternehmenszusammenschlüsse und Übernahmen. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibung (EBITDA) lag bei 475,5 Mio. € und damit um 9 Prozent über dem des Vorjahresquartals (Q1/2018: 438,1 Mio. €). Der bereinigte den Anteilseignern der Deutsche Börse AG zuzurechnende Periodenüberschuss (im Folgenden „Konzern-Periodenüberschuss“) stieg um 8 Prozent auf 291,9 Mio. € (Q1/2018: 270,7 Mio. €). Das unverwässerte Ergebnis je Aktie, bereinigt um Sondereffekte, stieg um 10 Prozent auf 1,59 € (Q1/2018: 1,45 €).

Gregor Pottmeyer, Finanzvorstand der Deutsche Börse AG, sagte: „In einem schwachen Aktienmarktumfeld konnte die Deutsche Börse im ersten Quartal ihre Stärken wie das planmäßige Wachstum der strukturell bedingten Nettoerlöse in Höhe von 5 Prozent und ihr diversifiziertes Geschäftsmodell voll ausspielen. Das Ergebniswachstum im ersten Quartal liegt damit im Rahmen der Prognose für das Gesamtjahr.“

Ergebnis Q1/2019

Im ersten Quartal 2019 stiegen die Nettoerlöse gegenüber denen des Vorjahresquartals um 4 Prozent auf 720,8 Mio. € (Q1/2018: 691,6 Mio. €). Bis auf das Segment Xetra (Wertpapierhandel) haben alle Bereiche der Gruppe zugelegt. Besonders deutlich ist das Segment EEX (Commodities) gewachsen, was neben dem strukturellen Wachstum auch auf die höhere Preisvolatilität im Strommarkt zurückzuführen ist. Daneben hat das Segment Clearstream (Nachhandel) maßgeblich zum Nettoerlöswachstum beigetragen. Das Wachstum wurde dabei insbesondere von den Nettozinserträgen aus dem Bankgeschäft getragen: Diese stiegen auf Gruppenebene deutlich auf 62,0 Mio. € (Q1/2018: 40,9 Mio. €). Im Wesentlichen ist diese Zunahme auf das höhere Zinsniveau in den USA zurückzuführen.

Die operativen Kosten lagen im Berichtszeitraum mit 273,2 Mio. € leicht unter denen des Vorjahresquartals (Q1/2018: 275,0 Mio. €). Höhere Aufwendungen für Investitionen in Wachstumsinitiativen, neue Technologien und Regulierung, sowie Konsolidierungseffekte wurden durch den Umstellungseffekt auf IFRS 16 überkompensiert. Die Gruppe Deutsche Börse hat die Struktur ihrer Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zum ersten Quartal 2019 gemäß IFRS 16 angepasst. Sie erfasst Aufwendungen für bestimmte Leasingverhältnisse nun nicht mehr unter den operativen Kosten, sondern als Teil der Abschreibung und im Finanzergebnis. In Q1/2018 hätte dies rückwirkend operative Kosten in Höhe von insgesamt rund 12,5 Mio. € betroffen. Die Abschreibungen wären hierdurch um rund 11,8 Mio. € gestiegen und das Finanzergebnis um rund 0,7 Mio. € gesunken.

Die Sondereffekte lagen im ersten Quartal 2019 bei 24,6 Mio. € (Q1/2018: 20,5 Mio. €). Sie enthielten maßgeblich Kosten für Effizienzmaßnahmen sowie Kosten für Unternehmenszusammenschlüsse und Übernahmen. Bereinigt um diese Sondereffekte gingen die operativen Kosten auf 248,6 Mio. € (Q1/2018: 254,5 Mio. €) zurück. Das Ergebnis strategischer Beteiligungen belief sich aufgrund der guten Entwicklung bei einzelnen Beteiligungen auf 3,3 Mio. € (Q1/2018: 1,0 Mio. €).

Das EBITDA der Gruppe Deutsche Börse lag in der Berichtsperiode bei 450,9 Mio. € (Q1/2018: 417,6 Mio. €). Ohne die beschriebenen Sondereffekte erzielte die Gruppe ein EBITDA von 475,5 Mio. €, was einem Anstieg von 9 Prozent gegenüber dem des Vorjahres entspricht (Q1/2018: 438,1 Mio. €).

Abschreibung und Wertminderungsaufwand sind auf 53,1 Mio. € gestiegen (Q1/2018: 41,3 Mio. €). Der Anstieg resultiert maßgeblich aus dem oben genannten Umstellungseffekt im Zusammenhang mit IFRS 16. Bereinigt um Sondereffekte lagen Abschreibung und Wertminderungsaufwand bei 52,9 Mio. € (Q1/2018: 40,8 Mio. €).

Das Finanzergebnis der Gruppe belief sich auf –16,9 Mio. € (Q1/2018: –16,3 Mio. €). Die effektive Gruppensteuerquote lag bei 26,0 Prozent (Q1/2018: 27,0 Prozent). Der Rückgang resultiert maßgeblich aus internen Reorganisationen; für das Gesamtjahr 2019 erwartet das Unternehmen eine Steuerquote auf gleichem Niveau.

Damit belief sich der Konzern-Periodenüberschuss auf 275,2 Mio. € (Q1/2018: 249,0 Mio. €). Ohne die beschriebenen Sondereffekte lag er bei 291,9 Mio. € (Q1/2018: 270,7 Mio. €). Das unverwässerte Ergebnis je Aktie belief sich auf 1,50 € (Q1/2018: 1,34 €). Bereinigt um Sondereffekte lag das unverwässerte Ergebnis je Aktie bei 1,59 € (Q1/2018: 1,45 €), was einem Anstieg von 10 Prozent entspricht.

Weitere Informationen
Im Anhang finden Sie die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und die Segmentberichterstattung für das erste Quartal 2019.

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