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Eurex Monatsbericht – Zinserwartungen stützen Handelsvolumina

Datum: 04. Apr 2017 | Eurex

Eurex Monatsbericht – Zinserwartungen stützen Handelsvolumina

Die Erwartung weiterer US-Zinsschritte und das sich abzeichnende Ende der lockeren Geldpolitik haben im ersten Quartal die Nachfrage nach Instrumenten zur Risikoabsicherung gesteigert. Vor allem offene Fragen wie die Zahl der Zinsanhebungen durch die Federal Reserve im Jahr 2017 oder der weitere geldpolitische Kurs der Europäischen Zentralbank brachten einen erhöhten Absicherungsbedarf mit sich.

An Europas größter Derivatebörse Eurex sorgte diese Marktumgebung im ersten Quartal für ein stabiles Ergebnis. Insgesamt belief sich das Handelsvolumen auf 446,1 Millionen Kontrakte. Besonders im März waren die Umsätze mit 190,4 Millionen Kontrakten hoch – ein Plus von 11 Prozent im Vergleich zum März 2016.

Vor allem zur Absicherung von Zinsrisiken Euro-denominierter Assets war Eurex der Marktplatz der Wahl. “Börsengehandelte Derivate sind ein sicherer und effizienter Weg, Zinsrisiken zu managen. Eurex bietet eine transparente Preisbildung für Absicherungsinstrumente an. Das stützt unsere Handelsvolumina”, sagte Eurex CEO Thomas Book.

Im Vorfeld der französischen Präsidentschaftswahlen war an der Eurex zudem ein starkes Interesse an französischen Staatsschulden zu beobachten. Marktteilnehmer setzten auf Futures und Optionen auf französische Staatsanleihen (OATs), um ihre Risiken abzusichern und sich im Markt zu positionieren. Im ersten Quartal wurden 10,8 Millionen Euro-OAT Futureskontrakte gehandelt – ein Plus von 58 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal.

Insgesamt verbuchte das Zinssegment der Eurex in den ersten drei Monaten einen Anstieg um 27 Prozent verglichen mit dem ersten Quartal 2016. Gefragt waren vor allem EURO STOXX 50 Index Optionen (75,4 Millionen Kontrakte) und Euro-Bund Futures (55,9 Millionen Kontrakte).

Im Durchschnitt waren die Handelsvolumina an der Eurex in den ersten drei Monaten robust, sie blieben aber hinter denen des Vorjahresquartals zurück. Im Auftaktquartal 2016 hatten die Angst vor einem schwächeren Wirtschaftswachstum in China und insgesamt schwächere Unternehmensergebnisse für hohe Volatilität am Aktienmarkt gesorgt und so die Handelsvolumina an der Eurex gestützt.

Im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Jahres 2016 fielen die Volumina im Aktiensegment der Eurex im ersten Quartal um 24 Prozent. Trotz des herausfordernden Marktumfelds konnten einige Bereiche aber zulegen, darunter das Eurex MSCI-Segment (plus 115 Prozent) sowie Futures und Optionen auf den Volatilitätsindex VSTOXX (plus 97 Prozent).