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Eröffnung der Ausstellung „Deutsche Börse Photography Foundation Prize 2019“ in The Cube, Eschborn/Frankfurt

Datum: 03. Jun 2019 | Deutsche Börse Photography Foundation

Eröffnung der Ausstellung „Deutsche Börse Photography Foundation Prize 2019“ in The Cube, Eschborn/Frankfurt

Presserundgang mit Susan Meiselas, Laia Abril und Arwed Messmer am 13. Juni um 11:00 Uhr / Werke der vier Finalisten des Deutsche Börse Photography Foundation Prize vom 14. Juni – 23. August 2019 zu sehen / Parallel zeigt die Ausstellung „Favourite Pieces – The Staff Selection“ zum 20-jährigen Jubiläum der Art Collection Deutsche Börse Werke der Sammlung

Die Deutsche Börse Photography Foundation eröffnet die Ausstellung zum Deutsche Börse Photography Foundation Prize 2019. Gezeigt werden Arbeiten der diesjährigen Finalisten Laia Abril, Susan Meiselas, Arwed Messmer und Mark Ruwedel. Nach ihrer Präsentation in der Photographers‘ Gallery in London ist die Ausstellung nun vom 14. Juni bis 23. August 2019 in der Unternehmenszentrale der Deutschen Börse, The Cube, in Eschborn/Frankfurt zu sehen. Die renommierte Auszeichnung wird jährlich gemeinsam mit der Photographers' Gallery in London vergeben und zeichnet Künstler und Projekte aus, die in den vorangegangenen zwölf Monaten einen bedeutenden Beitrag zum Medium Fotografie in Europa geleistet haben. Am 16. Mai 2019 erhielt Susan Meiselas in London den mit 30.000 britischen Pfund dotierten Deutsche Börse Photography Foundation Prize 2019 für ihre erste europäische Retrospektive „Mediations“.

Mit unterschiedlichen fotografischen Ansätzen und Bildsprachen erforschen alle vier Finalisten eine Vielfalt an aktuellen Themen. Ihre Projekte befassen sich mit politischen und genderbezogenen Debatten, ebenso wie mit sozialer Ungerechtigkeit und Menschenrechtsfragen. Dabei reichen ihre künstlerischen Strategien von konzeptuellen Ansätzen bis zur eigenen Bildproduktion. 

Laia Abril (geb. 1986, Spanien) wurde für ihr Buch „On Abortion“ (Dewi Lewis Publishing, November 2017) nominiert. „On Abortion“ ist eine visuelle Recherche, die sich mit der Geschichte, der Gegenwart und der aktuellen Entwicklung des Themas Abtreibung befasst und die kontinuierliche Verletzung der Selbstbestimmungsrechte von Frauen aufzeigt. In ihrer sorgfältig recherchierten Arbeit dokumentiert Abril die physischen und psychischen Gefahren, die mit dem mangelnden Zugang zu einem legalen, sicheren und kostenlosen Schwangerschaftsabbruch verbunden sind. Ihre Sammlung aus Bild-, Audio- und Textmaterial belegt auf eindrückliche Weise, welche Folgen riskante Methoden der Abtreibung haben und wirft komplexe ethische und moralische Fragen rund um diese Thematik auf. 

Susan Meiselas (geb. 1948, USA) wurde für die Ausstellung „Mediations“ (Jeu de Paume, Paris, 6. Februar – 30. Mai 2018) ausgezeichnet. Susan Meiselas gilt als eine der weltweit führenden Dokumentarfotografinnen. Erstmals bekannt wurde die Magnum-Fotografin für ihre Arbeiten, die zwischen 1978 und 1983 in den Konfliktzonen Zentralamerikas entstanden sind. Ihre Motive umfassen eine Vielzahl herausfordernder Themen rund um ethnische und religiöse Konflikte, Menschenrechte und die Sex-Industrie. Für die Ausstellung zum Deutsche Börse Photography Foundation Prize 2019 präsentiert Meiselas Arbeiten, die aus ihrem langjährigen Engagement rund um die kurdische Diaspora entstanden sind. „Kurdistan/akaKurdistan“ entstand aus einer Reise, die Meiselas unternommen hat, um den Anfal-Völkermord gegen irakische Kurden im Jahr 1991 fotografisch festzuhalten. Das Projekt zeigt die Vielschichtigkeit gelebter kurdischer Geschichte und ist geprägt von der Dynamik der Protagonisten, mit denen die Fotografin weiterhin eng zusammenarbeitet.

Arwed Messmer (geb. 1964, Deutschland) wurde für seine Ausstellung „RAF – No Evidence / Kein Beweis“ (ZEPHYR|Raum für Fotografie, Mannheim, 9. September – 5. November 2017) nominiert. Seine Arbeit spannt den Bogen von den Anfängen bis zum Ende der Roten Armee Fraktion (RAF). Die linksextremistische Vereinigung, 1970 entstanden, verübte im Verlauf von über dreißig Jahren eine Reihe von gewalttätigen Terroranschlägen in Deutschland. Er zeichnet die Beteiligung der Gruppe an Ereignissen wie den Studentenunruhen 1968 und der Gewaltentladung des „Deutschen Herbsts“ 1977 nach. Seine Arbeit basiert auf einer Vielzahl von Bildquellen aus verschiedenen staatlichen Archiven, darunter eine umfassende Sammlung an erkennungsdienstlichen Aufnahmen, Tatortbildern und Dokumentarfotografien. Indem er die Werkzeuge und Materialien, die bei polizeilichen Ermittlungen und der Rekonstruktion von Tatorten zum Einsatz kommen, in einen neuen Kontext stellt, untersucht Messmers „Erzählung“, wie Bilder, die ursprünglich für die Beweisaufnahme bei Straftaten gemacht wurden, einen anderen Blick auf die Vergangenheit eröffnen.

Mark Ruwedel (geb. 1955, USA) wurde für die Ausstellung „Artist and Society: Mark Ruwedel“ (16. Februar – 16. Dezember 2018, Tate Modern, London) nominiert. Mit seinen Fotografien, die über einen Zeitraum von vielen Jahren in Nordamerika entstanden sind, geht Mark Ruwedel der Frage nach, welche Spuren geologische, historische und politische Ereignisse in der Landschaft hinterlassen. Sie zeugen von Ruwedels Interesse an der Geschichte der Fotografie sowie an den konzeptionellen Kunstformen der 1960er und 1970er Jahren. Mark Ruwedel verbindet in seinen Arbeiten dokumentarische und konzeptuelle Ansätze der bildlichen Darstellung. Sein Werk ist aber auch von der „Land Art“ beeinflusst, wie seine Bilder von weiten Landschaften, stillgelegten Bahnstrecken, verlassenen Atomtestgeländen und Wohnhäusern belegen. 

Die Jury für den Deutsche Börse Photography Foundation Prize 2019 setzte sich zusammen aus: Sunil Gupta, Künstler, Schriftsteller und Kurator; Diane Dufour, Direktorin, Le Bal, Paris; Felix Hoffmann, Hauptkurator, C/O Berlin; Anne-Marie Beckmann, Direktorin, Deutsche Börse Photography Foundation, Frankfurt. Brett Rogers, Direktorin, The Photographersˈ Gallery, London ist weiterhin Jury-Vorsitzende ohne Stimmrecht.

Im Rahmen des 20-jährigen Bestehens der Art Collection Deutsche Börse wird zeitgleich auf den Ausstellungsflächen im Erdgeschoss „Favourite Pieces – The Staff Selection“ eröffnet. Unter dem Motto „From another perspective“ hat die Deutsche Börse Photography Foundation in diesem Jahr Experten dazu eingeladen, ihre jeweilige Sicht auf die Sammlung zu teilen. Für diese Ausstellung wurden die Mitarbeiter der Deutschen Börse eingeladen, ihre persönlichen Lieblingsbilder zu nennen. Gezeigt wird eine Auswahl von rund 50 Werken der Art Collection Deutsche Börse, diese werden um Zitate ergänzt, in denen die Mitarbeiter ihre Auswahl begründen. Mit der so entstandenen Präsentation setzt die Foundation den kontinuierlichen Dialog fort, der seit Beginn der Sammlung mit der Belegschaft geführt wird. Dieser anregende, konstruktive und manchmal auch herausfordernde Austausch ist ein elementarer und sehr bereichernder Aspekt der Vermittlungstätigkeit der Stiftung und lässt die Fotografien zu einem Stück lebendiger Unternehmenskultur werden.


Anmerkung für Redaktionen:
Eine Pressevorbesichtigung findet am Donnerstag, 13. Juni 2019, um 11:00 Uhr in The Cube, Mergenthalerallee 61, 65760 Eschborn statt. Anne-Marie Beckmann, Direktorin der Deutsche Börse Photography Foundation und Anna Dannemann, Kuratorin der Ausstellung, führen Sie gemeinsam mit den anwesenden Künstlern Susan Meiselas, Laia Abril und Arwed Messmer durch die Ausstellung. Die Eröffnung ist am Donnerstag, 13. Juni 2019, um 18:30 Uhr. Um Anmeldung unter leticia.adam@deutsche-boerse.com wird gebeten.

Gern senden wir Ihnen auf Anfrage Pressebilder in druckfähiger Qualität.

Informationen für Besucher: 
Die beiden Ausstellungen „Deutsche Börse Photography Foundation Prize 2019“ und „Favourite Pieces – The Staff Selection“ können im Rahmen von Führungen nach vorheriger Anmeldung kostenfrei besichtigt werden. Termine für öffentliche Führungen finden Sie hier. Weitere Termine für Gruppen ab 10 Personen sind nach Absprache möglich.

Ansprechpartner für die Medien
Leticia Adam 
Tel. +49 69 211 1 2766 
Leticia.adam@deutsche-boerse.com 


Über die Deutsche Börse Photography Foundation
Die Deutsche Börse Photography Foundation ist eine gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Frankfurt am Main. Die Schwerpunkte der Stiftungsaktivitäten sind Sammeln, Ausstellen und Fördern von zeitgenössischer Fotografie. Im Jahr 1999 hat die Gruppe Deutsche Börse mit dem Aufbau ihrer Sammlung zeitgenössischer Fotografie begonnen. Der weitere Ausbau der Art Collection Deutsche Börse, die über 1.800 Arbeiten von rund 130 internationalen Künstlern umfasst, gehört zu den zentralen Aufgaben der Stiftung. Die Sammlung und ein wechselndes Ausstellungsprogramm sind öffentlich zugänglich. Gemeinsam mit der Photographers’ Gallery in London vergibt die Foundation jährlich den renommierten Deutsche Börse Photography Foundation Prize. Die Förderung von jungen Künstlern ist der Stiftung ein besonderes Anliegen. Sie unterstützt diese in Form von Auszeichnungen, Stipendien, Ausstellungen und Kooperationen mit anderen Institutionen, wie dem Foam Talents Programm des Foam Fotografiemuseum Amsterdam. Weitere Schwerpunkte sind die Unterstützung von Ausstellungsprojekten internationaler Museen und Institutionen sowie der Ausbau von Plattformen für den wissenschaftlichen Austausch über das Medium. Mehr Informationen finden sie unter www.deutscheboersephotographyfoundation.org. 

Geschichte des Deutsche Börse Photography Foundation Prize
Der Photography Prize wurde 1996 von der Photographersˈ Gallery ins Leben gerufen und gilt als einer der renommiertesten internationalen Kunstpreise, der im Laufe der Jahre vielen Fotografen den Weg zu einer großen Karriere geebnet hat. Bis zum Beginn der Zusammenarbeit zwischen der Photographers' Gallery und der Gruppe Deutsche Börse als Titelsponsor im Jahr 2005 war der Preis noch unter dem Namen Citigroup Photography Prize bekannt. Seit 2016 wird der Preis unter dem Namen Deutsche Börse Photography Foundation Prize vergeben, die gemeinnützige Stiftung widmet sich der Sammlung, Ausstellung und Förderung zeitgenössischer Fotografie. Gewinner des Deutsche Börse Photography Foundation Prize 2018 war Luke Willis Thompson für sein filmisches Portrait autoportrait. Weitere ehemalige Gewinner sind Trevor Paglen, Paul Graham, Juergen Teller, Rineke Dijkstra, Richard Billingham, John Stezaker und Adam Broomberg & Oliver Chanarin.