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Deutsche Börse setzt Wachstum in Q2/2019 wie geplant fort

Datum: 24. Jul 2019 | Deutsche Börse

Deutsche Börse setzt Wachstum in Q2/2019 wie geplant fort

Die Nettoerlöse stiegen in Q2/2019 um 6 Prozent auf 725 Mio. €. / Der bereinigte Konzern-Periodenüberschuss für Q2/2019 lag 10 Prozent über dem des Vorjahres. / Das bereinigte Ergebnis je Aktie stieg um 11 Prozent auf 1,58 € in Q2/2019. / In H1/2019 stiegen die Nettoerlöse um 5 Prozent und der bereinigte Konzern-Periodenüberschuss um 9 Prozent. / Wachstum in H1/2019 liegt im Rahmen der Prognose für das Gesamtjahr. / Das Unternehmen bestätigt Ziele für 2019.

Die Deutsche Börse AG hat am Mittwoch ihre Geschäftszahlen für das zweite Quartal 2019 veröffentlicht. Das Unternehmen erzielte insgesamt Nettoerlöse in Höhe von 724,8 Mio. €, was einem Anstieg von rund 6 Prozent gegenüber denen des Vorjahresquartals entspricht. Dabei erreichte die Deutsche Börse ein der Planung entsprechendes Wachstum der strukturell bedingten Nettoerlöse von rund 5 Prozent. Darüber hinaus haben sich die gestiegenen Nettozinserträge aus dem Bankgeschäft, bei gegenüber dem Vorjahr stabiler Aktienmarktvolatilität, leicht positiv auf die zyklisch bedingten Nettoerlöse ausgewirkt.

Die bereinigten operativen Kosten lagen mit 260,0 Mio. €, unter Anpassung der Vorjahreswerte um IFRS 16, um 4 Prozent über denen des Vorjahresquartals. Der Anstieg ist im Wesentlichen bedingt durch höhere Aufwendungen für Investitionen in Wachstumsinitiativen, neue Technologien und Regulierung sowie Konsolidierungseffekte. Bereinigt wurden die operativen Kosten um Sondereffekte in Höhe von 31,5 Mio. €; diese bestehen maßgeblich aus strukturellen Maßnahmen zur Verbesserung der operativen Effizienz im Rahmen der Unternehmensstrategie „Roadmap 2020“ sowie aus Kosten für Unternehmenszusammenschlüsse und Übernahmen. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibung (EBITDA) lag bei 465,5 Mio. € und damit, unter Anpassung der Vorjahreswerte um IFRS 16, um 6 Prozent über dem des Vorjahresquartals. Der bereinigte den Anteilseignern der Deutsche Börse zuzurechnende Periodenüberschuss (im Folgenden „Konzern-Periodenüberschuss“) stieg um 10 Prozent auf 288,4 Mio. €. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie, bereinigt um Sondereffekte, stieg um 11 Prozent auf 1,58 €.

Im ersten Halbjahr 2019 erzielte die Deutsche Börse Nettoerlöse von insgesamt 1.445,6 Mio. €, was einem Anstieg von 5 Prozent entspricht. Dabei erreichte das Unternehmen wie geplant ein Wachstum der strukturell bedingten Nettoerlöse von rund 5 Prozent. Darüber hinaus glichen höhere US-Leitzinsen die etwas niedrigere Volatilität an den Märkten weitgehend aus. Damit erzielte die Gruppe einen bereinigten Konzern-Periodenüberschuss von 580,3 Mio. €, der 9 Prozent über dem des Vorjahres lag. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie, bereinigt um Sondereffekte, betrug im ersten Halbjahr 3,17 € – ein Plus von 10 Prozent.

Gregor Pottmeyer, Finanzvorstand der Deutsche Börse AG, sagte: „Im ersten Halbjahr sind die strukturell bedingten Nettoerlöse der Deutschen Börse wie geplant um 5 Prozent gestiegen. Der Konzern-Periodenüberschuss konnte zudem überproportional um 9 Prozent zulegen und liegt damit auch im Rahmen der Prognose für das Gesamtjahr. Wir sind daher zuversichtlich unsere Ziele für 2019 zu erreichen.“

Ergebnis Q2/2019

Im zweiten Quartal 2019 stiegen die Nettoerlöse gegenüber denen des Vorjahresquartals um 6 Prozent auf 724,8 Mio. € (Q2/2018: 687,0 Mio. €). Bis auf die Segmente GSF (Sicherheitenmanagement) und Xetra (Wertpapierhandel) haben alle Bereiche der Gruppe zugelegt. Besonders deutlich haben zum Nettoerlöswachstum die Segmente Clearstream (Nachhandel) und EEX (Commodities) beigetragen. Das Wachstum bei Clearstream wurde dabei insbesondere von den Nettozinserträgen aus dem Bankgeschäft getragen. Diese stiegen auf Gruppenebene deutlich auf 66,7 Mio. € (Q2/2018: 55,0 Mio. €). Im Wesentlichen ist diese Zunahme auf das höhere Zinsniveau in den USA und gestiegene Kundenbareinlagen zurückzuführen.

Die operativen Kosten lagen im Berichtszeitraum mit 291,5 Mio. € unter denen des Vorjahresquartals (Q2/2018: 317,2 Mio. €). Höhere Aufwendungen für Investitionen in Wachstumsinitiativen, neue Technologien und Regulierung sowie Konsolidierungseffekte wurden durch den Umstellungseffekt auf IFRS 16 mehr als ausgeglichen. Die Deutsche Börse hat die Struktur ihrer Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zum ersten Quartal 2019 gemäß IFRS 16 angepasst. Sie erfasst Aufwendungen für bestimmte Leasingverhältnisse nun nicht mehr unter den operativen Kosten, sondern als Teil der Abschreibung und im Finanzergebnis. In Q2/2018 hätte dies rückwirkend die operativen Kosten um rund 12,6 Mio. € gemindert. Die Abschreibungen wären hierdurch um rund 11,8 Mio. € gestiegen und das Finanzergebnis um rund 0,7 Mio. € gesunken. Darüber hinaus lagen die Sondereffekte im zweiten Quartal 2019 bei 31,5 Mio. € gegenüber 54,3 Mio. € in Q2/2018. Sie enthielten maßgeblich Kosten für Effizienzmaßnahmen sowie Kosten für Unternehmenszusammenschlüsse und Übernahmen. Bereinigt um diese Sondereffekte gingen die operativen Kosten auf 260,0 Mio. € zurück (Q2/2018: 262,9 Mio. €). Das Ergebnis strategischer Beteiligungen belief sich auf 0,7 Mio. € (Q2/2018: 1,4 Mio. €).

Das EBITDA der Deutschen Börse lag in der Berichtsperiode bei 434,0 Mio. € (Q2/2018: 371,2 Mio. €). Ohne die beschriebenen Sondereffekte erzielte die Gruppe ein EBITDA von 465,5 Mio. €, was einem Anstieg von 9 Prozent gegenüber dem des Vorjahres entspricht (Q2/2018: 425,5 Mio. €).

Abschreibung und Wertminderungsaufwand sind auf 55,4 Mio. € gesunken (Q2/2018: 58,4 Mio. €). Der Rückgang, trotz der Umstellung auf IFRS 16, resultiert maßgeblich aus einer außerordentlichen Minderung des Wertes einer technologischen Infrastruktur in Q2/2018. Bereinigt um diesen Sondereffekt lagen Abschreibung und Wertminderungsaufwand bei 54,7 Mio. € (Q2/2018: 42,1 Mio. €).

Das Finanzergebnis der Gruppe belief sich auf –11,6 Mio. € (Q2/2018: –16,6 Mio. €). Der Rückgang resultiert maßgeblich aus einer Auflösung von Zinsrückstellungen auf erwartete Steuernachzahlungen. Die effektive Gruppensteuerquote ging aufgrund interner Reorganisationen auf 26,0 Prozent zurück (Q2/2018: 27,0 Prozent).

Damit belief sich der Konzern-Periodenüberschuss auf 266,9 Mio. € (Q2/2018: 210,3 Mio. €). Ohne die beschriebenen Sondereffekte lag er bei 288,4 Mio. € (Q2/2018: 261,9 Mio. €). Das unverwässerte Ergebnis je Aktie belief sich auf 1,46 € (Q2/2018: 1,13 €). Bereinigt um Sondereffekte lag das unverwässerte Ergebnis je Aktie bei 1,58 € (Q2/2018: 1,42 €), was einem Anstieg von 11 Prozent entspricht.

Weitere Informationen:
Im Anhang finden Sie die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und die Segmentberichterstattung für das zweite Quartal 2019.